Kommentar von Petra Schellen
Eigentlich ist es schon fünf nach zwölf. Viel zu lange hat der Hamburger Senat geglaubt, Hochtief werde sich als vertrauenswürdig erweisen. Das aber tat der Baukonzern nicht. Von Anfang an gab es Nachforderungen – und immer wieder Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Mehrfach hat Hochtief Ultimaten missachtet.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Dies alles fällt nicht nur in die Regentschaft von Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU), der das Projekt einst begann. Auch der Sozialdemokrat Olaf Scholz hat 12 Monate zugeschaut, wie Hochtief den Bau boykottierte. Immer wieder haben Scholz und seine Kultursenatorin Barbara Kisseler gesagt, jetzt sei aber wirklich Schluss – um dann tatenlos zu bleiben. Kein Wunder, dass Hochtief nicht mehr hinhörte.
Misstrauen ist daher angebracht angesichts des aktuellen Angebots. Will sich Hochtief von allen Haftungen für die Vergangenheit sowie von schon angefallenen Vertragsstrafen befreien? Und: Wäre die Stadt wirklich gut beraten, alle Kontrolle über das Projekt abzugeben?
All dies müssen Juristen jetzt sorgsam prüfen. Kommt der Senat dann zu dem Schluss, mit Hochtief weiterzubauen, hat er, einmal mehr, die vermeintliche Sicherheit des Nicht-Verantwortens gewählt. Und so verlockend das sein mag – angesichts der Alternative, mühsam selbst zu Ende zu bauen: Politisch vermittelbar wäre das erneute Eingehen auf den umstrittenen Konzern nicht.
Die Service-Mitarbeiter der Asklepios-Kliniken sind vom Tarifvertrag ausgenommen. Nun soll ein Haustarif prekäre Beschäftigungsverhältnisse verhindern von Kai von Appen

In Findorff wurde die Modernisierung des Müllheizkraftwerks gefeiert. Dreimal so viel Strom und Fernwärme kommt nun aus der gleichen Menge Müll von Jean-Philipp Baeck

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.

Leserkommentare