tazđŸŸsachen

Rrrrr, wauwau, harrrr, wuffwuff

WĂ€hrend die Welt ĂŒber wichtige Themen debattiert – also Katzen im Internet –, ist die taz auf den Hund gekommen. Und das alles nur wegen des Neubaus. „Im neuen taz-Haus ist das Mitbringen von Hunden nicht erlaubt!“, verkĂŒndet die GeschĂ€ftsfĂŒhrung am spĂ€ten Mittwoch per rundgemailtem Erlass. Seitdem geht es rund im Intranet der kleinen taz.

Den einen passt schon die Art und Weise der Mail nicht. Warum nicht abgestimmt wĂŒrde? Andere zweifeln, ob es ausreichend Hundehaarallergiker gebe, die eine so weitreichende Ausgrenzung notwendig machen. Auch bei den Vor-Hunde-AngsthaberInnen handele es sich doch „um eine kleine Minderheit“. Gerade zum Schutze dieser, bellen andere zurĂŒck, sei eine Abstimmung kein probates Mittel.

Zwei Kolleginnen argumentieren, sie hĂ€tten ihren Hund nur geholt, weil sie wussten, dass er mit ins BĂŒro kann. Und ein Hundesitter sei vom taz-Gehalt nicht finanzierbar. Ob es denn keinen Kompromiss gebe, etwa Leinenpflicht im Treppenhaus?

Der Redaktionsrat kĂŒndigt eine Besprechung der Hundefrage an. Auch der Betriebsrat schaltet sich ein. Ein Kollege fragt sich, ob die Tiere ihre stundenlange Anwesenheit in stickigen BĂŒrorĂ€umen zu schĂ€tzen wĂŒssten? Ein anderer schlĂ€gt vor: „Die Raucher passen draußen auf die Hunde auf. Beim Rauchengehen außerhalb des GebĂ€udes ist also ein Hund mitzufĂŒhren. Die Hunde werden gestellt, die EDV richtet ein entsprechendes Hundebuchungssystem ein.“

Und nun? Der Autor dieser Zeilen mag eh lieber Katzen. Gereon Asmuth