taz-Redakteur Andreas Rüttenauer bewirbt sich um das Amt des DFB-Präsidenten. Er will, dass der Fußballverband demokratischer wird. Was sagt das Netz dazu?

Ungewöhnlicher Kandidat: taz-Redakteur Andreas Rüttenauer bewirbt sich um das Amt des DFB-Präsidenten. Bild: taz
"Sehr gern unterstütze ich Ihre Kandidatur. Natürlich sind daran Bedingungen geknüpft. Als Gegenleistung verlange ich für den Fall Ihrer erfolgreichen Wahl den Posten des Bundestrainers. Auf den bin ich schon länger scharf."
"Okay, das ist witzig gemeint, aber dahinter steckt durchaus die ernsthafte Frage, wie es sein kann, dass der Präsident des größten Sportverbandes der Welt per Gemauschel ausgeguckt wird und die anstehende Präsidentenwahl zu einer Akklamation verkommt? Ist eine der Lehren aus der unerträglich korrupten Fifa nicht eine konsequente Demokratisierung der Verbände?"
"Eine gute PR- und Protest-Aktion lässt sich die taz selten entgehen. Diesmal nimmt sich die tageszeitung einen dankbaren Gegner vor: den Deutschen Fußball Bund. Mit seiner Aktion will der Journalist gegen das Verfahren protestieren, mit dem der nächste Vorsitzende des Deutschen Fußball-Bundes bestimmt werden soll. Rüttenauers Idee ist jedoch nicht gerade neu. So kandidierte aus ähnlichen Gründen auch schon der Feuilleton-Chef der FAS, Claudius Seidl, im Juni bei der Wahl zum ZDF-Intendanten."
"Eine Neuerung scheint mir unter einer taz-Fuchtel des DFB sicher: bei einem deutschen Sieg haben die Zuschauer zu heulen, wie die Nordkoreaner beim Begräbnis von Kim Jong Il."
"Er wird keinen Erfolg haben, aber es ist eine coole Sache, dass sich mal einer traut." (jOker11)
"taz? Das Medium der linken Spießer. Damit käme man nun wirklich vom Regen in die Traufe." (Alkibiades)
"Leider hat wohl kein Landesverband den Mumm, die Kandidatur zu unterstützen. Schließlich geht es auch um die zukünftige Verteilung von Fördermitteln."
"Ob man 6,7 Millionen Mitglieder fragt oder 260 Verbandsfunktionäre - das kann einen gewichtigen Unterschied machen. … Wer das eine völlig undemokratische Angelegenheit unter Funktionärseliten empfindet, bei der ein einzelner Fußballer gar nichts zu sagen hat, liegt also völlig richtig."
"Na ja, wohl zu schön, um wahr zu sein …"
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
22.01.2012 22:38 | G. Nau
Könnte Herr Rüttenauer nicht evt. auch Bündespräsident...
22.01.2012 21:41 | Gerol Steiner
Dolle Show. So wird also Interesse herbeikonstruiert, wo keines ist. ...
22.01.2012 20:55 | Matthäus Lothar
Na so was! ...