Wenige journalistische Felder sind so umkämpft wie die Berichterstattung und Debatte über Israel und Palästina. ARD-Journalist*innen wie Sophie von der Tann werden von israelischen Regierungsvertretern diffamiert, Redakteur*innen berichten von verengten Meinungskorridoren und Vorwürfe der selektiven Empathie werden sowohl von israelischer, als auch von palästinensischer Seite laut. Einseitig, unkritisch und im Sinne der “Staatsräson” geprägt seien die deutschen Medien, meinen Kritiker*innen. Wo steht die deutsche Berichterstattung heute? Wann und wie wurden journalistische Standards in Bezug auf Gaza verletzt? Wie lassen sich Propagandanarrative erkennen und einordnen? Und wie könnte ein deutscher Journalismus aussehen, der machtkritisch und ausgewogen über Israel und Palästina berichtet?