Als junge Feministin hielt Jenni Zylka Marilyn Monroe für eine Verräterin: eine, die die dumme Blondine spielt, um den Männern zu gefallen. Doch je intensiver sie sich mit ihr beschäftigte – mit ihrem Fleiß, ihrem Timing und ihrer Stimme –, desto größer wurde ihr Respekt. Und sie begann zu verstehen, wie sehr diese Schauspielerin unter den sexistischen Strukturen ihrer Zeit litt. In ihrem neuen Buch „Marilyn Monroe. 100 Seiten“ betreibt Jenni Zylka ein feministisches Close Reading von Marilyns Filmen, über das sie mit Dirk Knipphals spricht. Welche (Frauen-)Rollen zeigt Marilyn jenseits des Klischees – und was hat sie Frauen (und Männern!) heute zu sagen?