Es war und ist eine der großen Errungenschaften post Zweiter Weltkrieg: das internationale Recht, das Normen für zwischenstaatliche Beziehungen vorgeben soll. Doch was ist etwa 80 Jahre später davon noch übrig? Hörte man etwa dem Außenminister Saudi-Arabiens auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu, könnte man meinen: nicht viel. Das bestehende System habe nicht mehr funktioniert, sagt er — und erntet Beifall. Doch bevor der große Abgesang einsetzt: Wie muss das Völkerrecht reformiert werden, um auch in der heutigen Zeit eine Norm zu bleiben? Wie muss es etwa Milizen begegnen, oder Drohkulissen, die immer kurz vor der Entladung zu stehen scheinen?