In Ungarn wurde die Thüringer Antifaschist*in Maja T. zu acht Jahren Haft verurteilt, sitzt dort weiter im Gefängnis. In München erhielt die Antifaschistin Hanna S. fünf Jahre Haft, in Düsseldorf und Dresden laufen Großprozesse gegen Antifaschist*innen. Der Vorwurf gegen alle: Angriffe auf Rechtsextreme. Lange nicht saßen so viele Linke in Haft wie heute, gab es so massive Prozesse. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will einen härten Kurs gegen Linksextremismus, die „Antifa Ost“ ist in Ungarn und den USA als terroristische Vereinigung eingestuft. Wie konnte es so weit kommen? Wie gehen die Inhaftierten und die antifaschistische Bewegung mit dem Verfolgungsdruck um? Und was ist daran selbstverschuldet? Welche Mittel braucht der Antifaschismus heute gegen den fortschreitenden Rechtsrutsch?