Abgeriegelt
Europas Grenzschutz in Afrika
Seit 2017 zeigen sich die Folgen der europäischen Grenzschutzpolitik in Westafrika: Jahrhundertealte Migrationsrouten wurden unterbrochen, der Transport von Migrant*innen im Norden Nigers unter Strafe gestellt, die Freizügigkeit in der Staatengemeinschaft ECOWAS ausgehöhlt.
Die Zahl der ankommenden Migrant*innen in Europa geht zurück, die EU feiert dies als Erfolg ihrer 2015 gestarteten Offensive zur Kontrolle der Migration aus Afrika. Zivilgesellschaftliche Gruppen aber beklagen eine wachsende Zahl von Toten in der Sahara. Um den Migrant*innen zu helfen, gründete das Alternative Espace Citoyens mit anderen das „Alarmphone Sahel“: eine zivilgesellschaftliche Notruf-Hotline für Migrant*innen, die auf dem Weg durch die Sahara in eine Notsituation geraten. Neben den Notsituationen und Todesfällen in der Wüste werten viele Gruppen zudem den Verlust von Bewegungsfreiheit als Entwicklungshemmnis für die ganze Region. Ein Gespräch über Grenzschutz in Afrika.
Die Veranstaltung findet auf Französisch statt. Simultanübersetzung über Kopfhörer möglich.
Info
Tag:
06.04.2019
Anfang:
14:15 Uhr
Dauer:
01:30
Raum:
Aquarium
Art:
podium
Links:
Gleichzeitig:
- Galerie
- Kulturkampf in Europa
- taz Konferenzraum
- Eine Herkulesaufgabe
- Der Küchentisch
- Hambi bleibt – und dann?
- taz Panorama
- Was ist heute radikal?
Referierende
Moussa Tchangari, Generalsekretär „Association Alternative Espaces Citoyens“ | |
Abdou Razak Aboubakar, Koordinator „Association Togolaise des Expulsés“ |
Moderation
Christian Jakob, taz-Redakteur |