was fehlt ...: ... ein Isis
Das mobile Zahlungssystem Isis hat angesichts der sunnitischen Dschihadisten-Offensive im Irak seinen Namen aufgegeben. Das Joint Venture der Telekommunikationsunternehmen AT&T, T-Mobile und Verizon distanzierte sich am Montag von der Gruppierung Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (Isis), die sich mittlerweile in Islamischer Staat (IS) umbenannt hat.
Isis-Chef Michael Abbott erklärte in einer Internetbotschaft, dass das Unternehmen „kein Interesse daran hat, den Namen mit einer Gruppe zu teilen, deren Namen ein Synonym für Gewalt geworden ist“. Bislang sei noch keine Entscheidung gefallen, wie die Firma künftig heißen solle.
Nach ihrem von großer Brutalität gekennzeichneten Vormarsch im Norden und Westen im Irak sowie Geländegewinnen in Syrien hatte die Dschihadisten-Gruppierung Isis am vergangenen Sonntag einen grenzüberschreitenden islamischen Gottesstaat ausgerufen. Das „Kalifat“ soll sich von der Region Aleppo im Norden Syriens bis zur Region Dijala im Osten des Irak erstrecken. (afp)
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