taz Salon Bremen 14.01.

Total Banane?!

Die Banane beschert uns auf Kosten von Mensch und Natur billiges Obst und satte Profite.

Bild: dpa

Gesund, kinderfreundlich, nahrhaft – seit sie in den 1920ern mit allen Tricks der Werbung in den Markt gedrückt wurde, haben die Deutschen gelernt, die Banane zu lieben. Wir wachsen mit ihr auf, sie ist unser täglich Obst und Kunstobjekt und Slapstick-Generator.

Dabei ist sie eins der fassbarsten Symbole für die kolonialen Strukturen des globalen Handels: Die Banane dient als Medium rassistischer Zuschreibung, sie macht Hersteller-Länder abhängig, zerstört deren kulturelle Traditionen und sie bereichert Händler und Hafenstädte wie Bremen: Hier wird sie billig verscheuert dank erbarmungsloser Ausbeutung, Pestizideinsatz und Naturzerstörung dort.

Nur gut also, dass eine aus ihm hervorgegangene Pilzerkrankung das Bananensystem in eine tiefe Krise stürzt: Sollten wir aufs Ende der Banane hoffen? Müssen wir uns um Arbeitsplätze sorgen? Können wir die Krise als Chance für einen faireren Handel und Anbau nutzen? Oder stabilisiert der nur die unfairen Strukturen?

Im taz Salon zwischen Kultur, Wirtschaft und gesunder Ernährung denken gemeinsam nach: 

Ana María Becker, Eine-Welt-Koordinatorin

Martina Grimmig, Ethnologin, Uni Bremen

Jasmin Schädler, Performance-Künstlerin (die apokalyptischen tänzer*innen)

Kristina Vogt, Wirtschaftssenatorin, Die Linke

Moderation: Benno Schirrmeister, Redakteur der taz nord

wann: Dienstag, 14. Januar 2020, 19 Uhr

wo: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 28203 Bremen

Eintritt frei