Vortrag: Robert Kisch "Möbelhaus: Ein Tatsachenroman"

Christoph Krix liest stellvertretend für Robert Kisch

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Er war Starjournalist. Dann wurde er Einrichtungsberater. Jetzt trägt er einen anderen Namen, weil er darüber ein Buch geschrieben hat. "Möbelhaus" bringt die Antisolidarisierung der deutschen Gesellschaft auf den Punkt. Eine Lesung.

Er ist jetzt "Robert Kisch". Er hat ein Buch über sein neues Leben als Möbelverkäufer geschrieben. Und er will nicht, dass sein Möbelhaus ihm nachweisen kann, dass er das war.
"Möbelhaus" ist ein wichtiges Buch; nicht weil es literarische Grenzen sprengt, nicht weil es als Sachbuch undercover die Ausbeutung in einem Unternehmen oder einer Branche aufdeckt, sondern viel besser: weil es anhand einer einfachen Geschichte einen blinden Fleck der Gesellschaft beschreibt und dabei ihre kulturelle und moralische Verwahrlosung. Und die Schuldfrage nicht einfach an den Kapitalismus auslagert - obwohl der Reflex naheliegt.
Aus dem Buch liest auf dem taz.lab der Schauspieler und Synchronsprecher Christoph Krix vor.