Podiumsdiskussion: Blut und Schweiß, Sex und Tränen

Geschlechterbilder im Kampfsport

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Sportlerinnen werden öffentlich anders wahrgenommen als ihre männlichen Kollegen. In der Männerdomäne des Kampfsports erst recht. Die Männer sind vor allem tough, die Frauen sollen auch noch sexy sein. Warum machen Frauen das mit?

Zwei Männer im Ring, Auge in Auge, nur einer kann gewinnen. Kampfsport, ob nun Boxen, K1, Muay Thai oder Mixed Martial Arts (MMA), gilt als die ursprünglichste Form der körperlichen Auseinandersetzung – durch Regeln eingehegt, durch Technik perfektioniert, aber doch urwüchsig, urmännlich, näher am Instinkt als jede andere Sportart. Eine Reinszenierung des alten Bildes vom männlichen Krieger. Erst seit 2012 sind Frauenwettkämpfe im Boxen zugelassen – zuvor war das die einzige nur Männern vorbehaltene olympische Sportart überhaupt. Inzwischen brechen immer mehr Frauen die Männerdomäne auf, und auch in den im Maschendrahtzaun ausgetragenen MMA finden sich immer mehr Kämpferinnen. Was bringt Frauen und Männer zum Kampfsport? Warum kämpfen Frauen vor einem Publikum, das größtenteils aus Männern besteht? Warum werden Sportlerinnen, auch im Kampfsport, oft über ihre Sexiness beworben und posieren für Männermagazine?