die wahrheit: Stahlharter Drogenkonsum: Jetzt wird sogar schon Gold gefixt
Eine bislang noch völlig unterbewertete Folge der Krise zeigt sich derzeit im Metallhandel...
...Jetzt fallen die Kupfer- und Stahlpreise, so dass Bahnbetreiber und Kunstgaleristen erleichtert aufatmen. Denn bei den hohen Metallpreisen der letzten Jahre wurde immer mal wieder eine Skulptur gestohlen und eingeschmolzen, deren Materialwert den Liebhaberpreis bei weitem überschritt. Oder Diebe plünderten die Verkabelung ganzer Bahnstrecken, um an die begehrten Rohstoffe zu kommen. Oder es wurden serienweise Gullydeckel entwendet, so dass manche unserer Straßen bereits an löchrige Mondlandschaften erinnerten. Das zumindest wäre überstanden. Aber kein Licht ohne Schatten, erreichte uns doch gestern unter der Kennung "Edelmetallfixing" die Wirtschaftsmeldung: "Gold in London mit 912 Dollar gefixt." Offenbar ist es jetzt billiger, sich Gold und Dollar statt Drogen in die Venen zu schießen. Wobei den Briten vermutlich nicht klar ist, dass ein "goldener Schuss" tödlich ist. Aber wie sagte schon der alte Edeljunkie Goethe: "Nach Golde drängt, / Am Golde hängt / Doch alles. Ach wir Armen!
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