die anderen :
Zur Hungersnot in Äthiopien schreibt die römische Zeitung La Repubblica: Die Zurückhaltung der internationalen Solidarität lässt sich durch den Krieg in Eritrea erklären. Die Regierung in Addis Abeba sei daher möglicherweise bereit, mit den Hilfslieferungen ein falsches Spiel zu treiben und eigene Landsleute sterben zu lassen, nur um sich einen großen Teil der Ressourcen für die Militärausgaben zu sichern. Sogar die Kritik von UN-Chef Kofi Annan, der von „Schwierigkeiten beim Transport“ gesprochen hat, lässt sich so erklären: Es herrscht ein Notstand in Äthiopien, aber es ist nicht leicht, daran zu glauben, dass alles an der Langsamkeit der Hilfsmaßnahmen liegt.
Zur Situation der Rechts-Koalition in Österreich meint die niederländische Volkskrant: Die FPÖ ist zwei Monate nach der Bildung einer Koalition mit der konservativen ÖVP in der Wählergunst stark gesunken. Die Popularität der Konservativen bei den Wählern steigt auffallend. Nach Feststellung der Meinungsforscher würden sie jetzt bei einer Wahl die größte Partei stellen. Würden jetzt in Österreich soziale Unruhen ausbrechen, käme die Regierung in Wien von zwei Seiten unter Druck. Bundeskanzler Schüssel muss beweisen, dass seine Koalition damit fertig wird. Zudem sollte deutlich werden, ob Haider sich tatsächlich nur noch mit den Problemen Kärntens befassen will oder nicht.
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