die anderen über den tod der beiden söhne von saddam hussein :
Die britische Zeitung The Independent meint: Die barbarische Natur des Saddam-Regimes hat bei der Entscheidung des US-Präsidenten, seine Soldaten in den Krieg zu schicken, eine wesentliche Rolle gespielt. Bei den Überlegungen der britischen Regierung war dies nicht von entscheidender Bedeutung. Dass bisher keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden, bleibt daher ein Problem für Blair, weil es seine Glaubwürdigkeit untergräbt. Der Tod der Saddam-Söhne mag die Aufmerksamkeit eine Zeit lang ablenken, aber die anstehende Untersuchung zum Tod des Waffenexperten David Kelly wird sicherstellen, dass das nur ein kurzes Zwischenspiel bleibt.
Das niederländische Algemeen Dagblad kommentiert: Für große Euphorie über das Ende der beiden Schurken, die ihre Landsleute auf widerliche Weise terrorisiert haben, gibt es wenig Grund. Dem großen Heer der Amerikaner gelingt es einfach nicht, Sicherheit für die Zivilbevölkerung und für die eigenen Soldaten zu schaffen. Die Amerikaner werden zweifellos alles tun, um auch Saddam Hussein zu finden. Wichtiger als das ist aber eine internationale Verbreiterung der Verwaltung im Irak. Irgendwann werden Bush und seine Mitarbeiter feststellen, dass ihre Besatzungsmacht nicht genug Vertrauen besitzt, um das Land wirklich an die Iraker zurückzugeben.