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boulevard der bestenKatja Musafiri

Foto: Birte Filmer

Wäre Katja Musafiri Gärtnerin und nicht stellvertretende Leiterin des Social-Media-Teams, sie würde gewiss sagen, sie gieße und unterstütze die Blumen in ihrem Garten nur, deren Pracht entstünde aber ganz aus den Pflanzen selbst heraus. Wenn sie diesen Satz liest, dann wird ihr herzliches Lachen erklingen. „Jetzt trägst du aber dick auf!“, wird sie sagen.

Dass die taz eher eine „Gemeinschaft mit Zeitung“ als nur eine Zeitung sei, heißt es zuweilen. Diese Gemeinschaft betreut Katja seit 12 Jahren mit. Bis 2020 war sie parallel Teil der Redaktion des feministischen Missy Magazines. Gesellschaftspflege spielt für sie aber auch außerhalb der taz eine Rolle. Sie engagiert sich mit den Neuen deutschen Me­di­en­ma­che­r*in­nen für Vielfalt in der Medienwelt und gegen Hass im Netz, gründete das Geflüchtetennetzwerk Flamingo mit und schrieb zwei Theaterstücke. Mit denen verhilft sie Menschen zu Wort, deren Lage sie bessern möchte: Von häuslicher und institutioneller Gewalt betroffene Mütter, deren Wortprotokolle von Katja und Re­gis­seu­r*in Heinrich Horwitz inszeniert wurden.

Wofür sie die taz besonders mag? „Dass auch Widerspruch seinen Platz findet, konstruktiv gestritten wird. Dafür schätze ich die taz.“

Für gute Social-Media-Arbeit gibt es selten Preise, das Lob gilt ganz zu Recht den Au­to­r*in­nen der Beiträge. Social-Media-Erfolg drückt sich zwar in Zahlen aus, aber fragt man Katja nach Erfolgen, nennt sie zuerst einen qualitativen Wert: die gute Teamkultur. „Dass alle den Raum haben, sich zu beteiligen, sich wohlzufühlen und miteinander zu sprechen – nur so können wir auch quantitativ erfolgreich sein und etwas Gutes erreichen.“

Das aufwändige Erzeugen und Beschützen einer angenehmen Atmosphäre für die Community bedeutet Katja viel. Da räumt sie nach Feierabend auch mal eine Kommentarspalte auf. Dabei denkt sie sowohl an die Prot­ago­nis­t*in­nen der Beiträge als auch an die Mitlesenden. Und schließlich tut sie es auch ihres Sohnes wegen. Seiner Generation sollen online sinnvolle Inhalte begegnen, die dem Hass etwas entgegensetzen, die einordnen, die Fake News und Desinformation entlarven. Gemeinsam mit dem Social Team sorgt sie weiterhin dafür, dass junge und ältere Menschen im Netz von der Arbeit der taz erfahren und sich bestenfalls der Gemeinschaft anschließen.

Danke dir, Katja! Donata Künßberg

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