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Wenn die Fahrstühle nach oben immer besetzt sind

Das Krankenhaus ist ein Hochhausriegel mit sehr vielen Stockwerken, und vor den Fahrstühlen im Erdgeschoss staut sich eine kleine Menschenmenge. Türen gehen auf und zu, kein Reinkommen. Das ist doch zu blöd! Mit dem Eis in der Hand, eben im Kiosk gekauft. Wo ist das Treppenhaus? Ach hier ist die Tür. 1 und 2 und 3. Geht doch.

Vorhin beim Runterfahren eine Lektion: Nur die Fahrstühle auf der einen Seite sind für Be­su­che­r*innen, die andere Seite ist fürs Personal. Da einzusteigen bringt nichts, der Fahrstuhl macht, was er will. „Sie können den nicht steuern“, grinste der nette Pfleger aus der Station, der vorhin die Vase für die Blumen gebracht hatte. „Aber Sie können mit mir fahren!“ Er zog ein Gerät aus der Tasche und drückte.

Jetzt die Treppe hoch kommt schon die 4. Und 5. Und 6. Puh! Kann es sein, dass die Luft schon dünner wird? 7. Wozu die Eile? 8. Man könnte mal auf sein Handy schauen. 9. War da nicht eine Nachricht? 10. Langsam. 11. Ganz langsam. 12. Oh je.

Hamburg-­Altona

281.136 Ein­wohner*innen.

Das Altonaer Krankenhaus von 1971 ist ein Hochhausriegel mit 23 Geschossen und steht unter Denkmalschutz, schon bald soll es in einen noch zu errichtenden Neubau ziehen.

Im 13. Stock ist die Zielhöhe erreicht. Vorbei wieder an den Aufzügen, auf der Personalseite öffnet sich einer. Heraus steigt der freundliche Pfleger und sagt: „Sie hätten ja auch wieder mit mir fahren können.“ Daniel Wiese

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