Bona-Peiser-Bibliothek, Berlin

Weltkulturerbe, Milieuschutz-Plus oder Alles muss raus?

Die Folgen von Gentrifizierung, Touristifizierung und die darauf folgende Finanzialisierung, fehlende rechtliche Rahmenbedingungen und wirksame Schutzinstrumente setzen zahlreiche Nachbarschaften in Berlin unter Druck. Neben den Wohnmieter*innen sind vor allem auch Gewerbemieter*innen existentiell betroffen. Die kleingewerblichen Betriebe, Geschäfte, Läden, lokalen Dienstleistung, Nahversorgung aber auch soziale Einrichtungen werden durch die bestehenden Instrumente wie Milieuschutzverordnungen oder die sogenannte Mietpreisbremse nicht abgedeckt und bedürfen deshalb dringend erweiterter Absicherungsmöglichkeiten. Ausgehend von einem Atlas der Nachbarschaften im Wrangelkiez und einem Manifest zum Schutz lokaler Gewerbemieter*innen wollen wir in ein einem offenen Forum die Ergebnisse einer Werkstatt zu Gewerberäumen in Berlin-Kreuzberg (Reichenberger Straße, Oranienstraße und Bergmannstraße) diskutieren. Im Forum öffnet sich der Raum für eine breite Diskussion des Manifests, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich HIER PROGRAMM 18h00 Keynote: Meike Schalk, Associate Professor of Urban Studies and Urban Theory, KTH Stockholm 19h30 Manifest - Verlesung: Gewerberäume als Orte des Gemeinschaffens 20h00 Offenes Forum: Kommentare, Statements und Diskussion Eine Veranstaltung im Rahmen des Heinrich-Böll-Stiftungsverbundprojektes 2019 "Shared Spaces" in Kooperation zwischen + Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung + NaGe: lokales Netzwerk von Nachbarschaften und Gewerbetreibenden Berlin + CUD: Fachgebiet für Städtebau und Urbanisierung der TU Berlin + IHK: Industrie- und Handelskammer Berlin (angefragt) Initiatorinnen: Nada Bretfeld (Netzwerkstelle Wrangelkiez), Anna Heilgemeir, Dagmar Pelger (CUD, TU Berlin) Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin