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Weiter gegen Tarifbruch

■ Warnstreiks bei Quelle und Croupiers

Im Tarifkonflikt des Einzelhandels ist es gestern zu weiteren Warnstreiks gekommen. Die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) hatte die Beschäftigten in den Quelle-Filialen der Stadt zu einem Warnstreik aufgerufen. Etwa vierzig Mitarbeiter von acht Filialen in Neukölln, Charlottenburg, Wedding, Spandau und Steglitz protestierten gegen das „unzureichende Angebot“ der Arbeitnehmer von 1,85 Prozent und gegen deren „mehr als unverständliche Haltung“ zu den tariflichen Forderungen der Gewerkschaft nach Zuschüssen für die verlängerten Ladenöffnungszeiten ab dem 1. November. Gegen den „Tarifbruch“ der Geschäftsleitung haben gestern auch Croupiers der Spielbank protestiert.

Rund 70 Croupiers versuchten ihr Glück für mehr Lohn vor dem Möbelhaus Hübner in Tiergarten, dem Konzessionär der Spielbank. Am Vorabend waren rund 100 Croupiers vom Europa-Center nach einem befristeten Warnstreik von der Geschäftsleitung ausgesperrt worden. HBV-Landeschef Manfred Birkhahn kündigte gestern weitere öffentliche Protestaktionen an. Auch Arbeitskämpfe seien nicht ausgeschlossen. ADN/taz

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