: Was fehlt
Herzliches Willkommen an Bord von „Kazakstan Airlines“. Seit April hat keine ihrer Maschinen mehr deutschen Luftraum beflogen. Der Airline sitzt ein deutscher Gerichtsbeschluß im Nacken, wonach vier ihrer Flieger beschlagnahmt werden sollen. Sie schuldet dem Bund eine Million Mark, da sie Gebühren für die Abschiebung der von ihr nach Deutschland geflogenen und abgelehnten Asylsuchenden nicht beglichen hatte. Auf einer kasachischen Tupolew klebt schon der Kuckuck. Sie wird für zwei Millionen Mark in Hannover feilgeboten. Der Käufer muß aber ein Zehntel des Preises bar und den Rest mit von deutschen Banken abgesicherten Schecks bezahlen. Der Grund: Angebliche Botschafter Kasachstans tauchten regelmäßig in Hannover auf, um den Flieger auszulösen, hatten aber nie einen Pfennig bei sich.
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