taz Neubau - Konferenzraum, Berlin

Visuelle Strategien Neuer Rechter

Memes, die Geflüchtete als Bedrohung zeichnen, Ikonen der Popkultur, die für rassistische Politik vereinnahmt werden – die Rechte hat sich nicht nur auf der Straße und in der Parteienlandschaft neu aufgestellt, sondern sie hat auch ihre Bildsprache geändert. AfD, organisierte Neonazis und lose Netzwerke nutzen gezielt Bilder und visuelle Gestaltung, um Unterstützung für ihre Botschaften zu finden. Dabei bedienen sie sich digitaler Kulturen und sie entwenden Formen, die für progressive Politik standen.

Diese visuellen Strategien bauen auf einer neuen technischen Infrastruktur auf: Smartphones, soziale Medien, Imageboards und Messenger-Dienste. Aber sie wurzeln auch tief in menschenverachtender Bildsprache: in antisemitischen Stereotypen, die im späten 19. Und frühen 20. Jahrhundert geprägt wurden oder dem gigantomanischen Kitsch des Nationalsozialismus.

Das Bewegungsgespräch fragt nach den Strategien und Andockmanövern zur Populärkultur durch die Rechten, beleuchtet die veränderten Bedingungen für die Kommunikation mit Bildern von rechts, die erhofften Wirkungen und mögliche Gegenstrategien.

Es diskutieren

Lisa Bogerts, Institut für Protest- und Bewegungsforschung,

Simon Teune, Institut für Protest- und Bewegungsforschung und

Heiko Koch, Antifa-Rechercheur.

Moderation: Malene Gürgen, taz-Redakteurin

Eine Veranstaltung der taz in Kooperation mit dem Institut für Protest- und Bewegungsforschung und dem Forschungsjournal Soziale Bewegungen

Bild: ipb