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Umfangreiche Amnestie in Marokko

Rabat (dpa) - König Hassan II. von Marokko hat aus Anlaß des Endes des Fastenmonats Ramadan eine umfangreiche Amnestie erlassen. Wie die marokkanische staatsagentur MAP am Sonntag meldete, wurden rund 230 Personen, die aus politischen Gründen im Gefängnis sitzen, die Strafen erlassen. Darunter sind 50 Angehörige der linksextremen Untergrundorganisationen „Ila Al-Aman“ und „23. März“, die größtenteils 1977 wegen „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“ verurteilt worden waren. Ferner begnadigte der Monarch 178 Häftlinge, die an den sogenannten „Brotaufständen“ 1981 oder den Streiks an Schulen, Universitäten und im Gesundheitswesen 1979 beteiligt waren. Ihnen waren Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Vandalismus und Sabotage zur Last gelegt worden.

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