Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Von sterbenden und lebenden Böden

Seit vielen Jahren wird dokumentiert, wo, durch welche menschlichen Praktiken, auf welchen Flächen und welche Arten von fruchtbaren Böden geschädigt oder zerstört werden. Zentral ist, dass lebendige Böden – für menschlich-gesellschaftliche Zeitfristen – eine de facto nicht erneuerbare Ressource sind: Bodenerosion ist deutlich höher als Bodenbildung und Boden kann technisch weder hergestellt noch ersetzt werden.

Perspektivisch wichtiger sind aber das Bewusstsein und Wissen über natürliche Abläufe wie Bepflanzung und Regeneration, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern: „Verringerung oder Vermeidung von weiteren Verschlechterungen reichen heute nicht mehr aus – wir brauchen eine dauerhafte Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit", ist daher eine zentrale Aussage des ersten ATR-Berichts. Lebendige Böden sind dynamische Ökosysteme. Es geht um die Stärkung und Wiederherstellung der fruchtbaren Potentiale der Selbstregulation durch biophysikalische, biochemische und biologische Kreisläufe. Darüber hinaus müssen richtige ökonomische Anreize geschaffen werden, um die Bodenqualität als gesellschaftliches Gut und ökologische Dienstleistung dauerhaft zu verbessern und dafür eine entsprechende Vergütung zu erhalten.

Im Bericht zeigen die Autoren anhand von Beispielen auf, wie dies funktionieren kann und wie dies auch Lebensbedingungen und Selbstbestimmung der beteiligten Frauen, Männer und Kinder stärken.

Anlässlich des Weltbodentages stellen Dr. Stephan Albrecht, Dr. Ulrich Hoffmann und Nikolai Fuchs (alle ATR-Projekt/VDW e.V.) den ATR-Bericht vor und diskutieren die Zukunft der weltweiten Böden mit Marita Wiggerthale, Kampagnen-Referentin von Oxfam Deutschland und Tobias Reichert, Teamleiter des Bereichs Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch e.V..

Eröffnung und Moderation:

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung an info@vdw-ev.de (Stichwort: ATR) oder über das Online-Anmeldeformular der VDW.