taz Kantine, Berlin

Shrinking Spaces - Wie der Kreml das Internet in den Griff nimmt

Das Internet ist bislang eine der wenigen Nischen für die kritische Öffentlichkeit in Russland. Da der Kreml alle unabhängigen Instanzen als Bedrohung seiner Macht empfindet, geht er zunehmend gegen diesen Freiraum vor.

Seit Anfang 2012 die bisher größten, mithilfe des Internets organisierten Demonstrationen gegen Wahlfälschungen stattfanden, hat der Kreml die Internetfreiheit im Visier. Die Möglichkeiten für elektronische Überwachung und politische Zensur im Netz werden seitdem sukzessive ausgebaut. Gleichzeitig nutzt der Kreml die Sozialen Medien (Facebook, Twitter, YouTube etc) im großen Stil, um Desinformationskampagnen zu fahren und die öffentliche Meinung im Westen zu beeinflussen.

Folgt Russland dem Vorbild Chinas? Welche Rolle spielen globale Plattformen wie Google und Facebook? Wie kann das Internet als Raum für die Zivilgesellschaft verteidigt werden?

Diskussion mit Expert*innen und Aktivist*innen aus Russland und Deutschland:

Andrej Soldatow, investigativer Journalist,

Ulrike Gruska, Reporter ohne Grenzen e.V.,

Ekaterina Borowikowa, OVD-Info, unabhängiges Medien- und Menschenrechtsprojekt über politische Verfolgung in Russland,

Ralf Fücks, Zentrum Liberale Moderne,

Polina Filippowa, Sacharow-Zentrum.

Moderation: Barbara Oertel, taz-Redakteurin

Eine Kooperation der taz mit LibMod - Zentrum Liberale Moderne und Sakharov Center, unterstützt vom Auswärtigen Amt.

Bild: Zentrum Liberale Moderne