Nominierte für den taz Panter Preis 2021: Die glorreichen Sechs

Aus über 100 Bewerbungen und Vorschlägen hat eine Expert:innen-Jury Mitte Juni sechs Kandidat:innen für den diesjährigen taz Panter Preis nominiert. Wer ist dabei?

Die Pedder-Spezialräder ermöglichen das Radfahren auch Menschen mit Beeinträchtigungen Foto: Achim Wessels

30.06.21 | Ohne Verkehrswende werden wir den Klimawandel nicht aufhalten können. Ende März hatte die taz Panter Stiftung darum alle aufgerufen, die sich für eine klimafreundliche Mobilität engagieren, sich für den Panter Preis 2021 zu bewerben. Am Ende wurden über 100 Bewerbungen und Vorschläge eingereicht – an Ideen und Engagement mangelt es in diesem Bereich also keineswegs.

Unter den Bewerber:innen waren städtische Verkehrsinitiativen aus ganz Deutschland, Klimacamps und bundesweite Organisationen, Einzelpersonen, Firmen und Start-ups, zahlreiche Fahrradprojekte, ländliche Initiativen und viele, zum Teil sehr originelle Projekte.

Eine Entscheidung fiel der Jury angesichts der Vielfalt und Qualität der Bewerbungen nicht leicht, und die Juror:innen diskutierten zuerst über ihre Bewertungsmaßstäbe und Kriterien, wie zum Beispiel:

Was bedeutet nachhaltige Mobilität in der Zukunft – eine Mobiltät weg vom Privatauto? Sollte bei der der E-Mobilität ein Unterschied zwischen Stadt und Land gemacht werden? Gibt es bei den Initiativen einen Klimaaspekt? Wie können die Bewerber:innen von dem Preis profitieren? Welche sozialen Komponenten decken sie mit ihrem Vorhaben ab? Hat dies einen Pilot- oder Vorbildcharakter? Was haben die Personen und Projekte schon erreicht?

Der Erfolg des Panter Preises ruht auch auf starken Schultern unserer Sponsor:innen.

Wir danken von Herzen für die Unterstützung.

Und falls auch Sie den Panter Preis unterstützen wollen, hier finden Sie alle Details zum Sponsoring.

Die Nominierungen der Jury

Ausgewählt wurden nach intensiver Debatte am 17. Juni schließlich sechs Kandidat:innen:

HalleZero e.V. ist ein Verein, der sich beispielhaft für die Klimaneutralität in der Stadt Halle einsetzt – nachhaltiger Verkehr ist ein wichtiger Baustein ihres Konzepts.

Der Nachbarschaftsfahrdienst Elde-Quellgebiet e.V. ELLI ist ein ehrenamtliches Bürgerbusprojekt für Senior:innen und Menschen ohne Privatauto aus dem ländlichen Raum in Mecklenburg Vorpommern.

Der Nürnberg-Fürther Stadtkanalverein hat sich zum Ziel gesetzt, die Nürnberger Stadtautobahn klimafreundlich zum Kanal zurückzubauen.

Der 16jährige Schüler Richard Stoelzel engagiert sich für eine Verkehrswende und die Einrichtung einer zweiten Mobilstation in Rheda-Wiedenbrück.

Unter der Verantwortung von Felix Weisbrich, Amtsleiter eines Straßen- und Grünflächenamtes in Berlin, wurde nach Ausbruch der Corona-Krise der europaweit erste Pop-up-Radweg eingerichtet, ein Vorbild für viele andere Städte.

Das Projekt Pedder – Freies Spezialrad Bremen macht mit dem kostenlosen Bereitstellen von Spezialrädern das Fahrradfahren auch für Menschen möglich, die aufgrund von Alter, Unfällen oder einer Behinderung sonst nicht mehr radeln könnten.

Es gab unter den Bewerbungen noch viele weitere Initiativen, die ebenso preiswürdig sind. Die Jury musste darauf achten, eine bunte Mischung aus Projekten aus dem ganzen Bundesgebiet auszuwählen, um die Vielfalt der Ideen für eine klimafreundliche Verkehrswende abzubilden.

Die Mitglieder der Auswahl-Jury

Die Jurymitglieder zur Auswahl der sechs Nominierten waren:

Dietmar Bartz – Journalist, Projektmanager des Mobilitätsatlas

Anja Krüger – taz-Redakteurin für Wirtschaft und Umwelt/Mobilität

Nick Reimer – Journalist und Buchautor im Bereich Klima und Energie

Susanne Schwarz – taz-Redakteurin für Wirtschaft und Umwelt/ Klimakrise

Die nächste Phase im Rennen um den Panter Preis 2021

Ausführlich werden die Nominierten ab Mitte August mit Filmen und Berichten auf taz.de/panter, in drei Printausgaben der taz am Wochenende ab dem 28. August 2021 und auf Social Media vorgestellt.

Ab 18. September 2021 können die Leser:innen wählen, an wen der Publikumspreis gehen soll. Danach entscheidet eine zweite Jury, wer den Preis der Jury erhält. Die taz Panter Preisverleihung geht schließlich am 13. November 2021 über die Bühne.

Fragen beantwortet das Panter-Preis-Organisationsteam mit Konny Gellenbeck, Eliane Morand, Irene Scheda und Ole Schulz unter panter@taz.de gerne.