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■ NACH DEM RÜCKTRITT DES „KLEINEN KOHL“Neuer Gomolka für Schwerin gesucht

Berlin (taz) — Verbissen kämpfte Alfred Gomolka in den letzten Tagen gegen seinen Abgang. Jetzt ist er am Ende. Heute tritt er in Schwerin zurück. Nach Duchac in Thüringen und Gies in Sachsen-Anhalt ist er der letzte ostdeutsche CDU- Ministerpräsident, dessen Regentschaft vorzeitig zu Ende geht. Die Werftenkrise hat Gomolkas Sturz ausgelöst, doch Chaos und Intrigen verfolgen den „kleinen Kohl von Schwerin“ schon lange. Wie es an der Ostsee weitergeht, ist mit Gomolkas Rücktritt keineswegs geklärt. Klar ist nur, daß die Schweriner Koalition wieder einen Ossi zum Landeschef küren will. Die WerftarbeiterInnen verbuchen den Sturz ihres Landesvaters als ersten Erfolg. Sie wollen Neuwahlen, die SPD- Opposition auch. Die Proteste auf den Straßen gehen weiter. Die SPD will den Treuhandkompromiß für die Werftenprivatisierung im Landtag kippen. SEITEN 3 UND 12

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