: Namenslesung für ermordete Juden
Mit einer Namenslesung wird am Montag und Dienstag an die Ermordung Zehntausender jüdischer Bürger der Stadt während der Nazizeit erinnert. Der vor vier Jahren erstmals veranstaltete Lesemarathon ist Teil des weltweit begangenen jüdischen Holocaust-Gedenktages (Jom HaShoah). Veranstaltungsort ist in diesem Jahr der Vorplatz des Gemeindehauses der Jüdischen Gemeinde in der Fasanenstraße. Eine Dokumentation über die Ermordung jüdischer Menschen, die in Berlin ihre Heimat hatten, umfaßt 55.696 Namen. Der Lesemarathon unter dem Motto „Jeder Mensch hat einen Namen“ wird wahrscheinlich bis zu 30 Stunden dauern, meinte Projektleiter Ralf Melzer. Zu Beginn (19 Uhr) wird der Oberkantor der Jüdischen Gemeinde, Estrongo Nachama, ein Gebet sprechen. dpa
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