Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Litauen: Die ungeliebte Last der Erinnerung an den Judenmord - Wie Täter als Volkshelden gehandelt werden

Von den litauischen Juden haben nur wenige den 2. Weltkrieg überlebt. Die meisten wurden von Deutschen und Litauern ermordet. Allerdings tut sich Litauen bis heute schwer, die eigene Schuld anzuerkennen und in gebührendem Maße darzustellen. Das führt dazu, dass maßgeblich am Judenmord beteiligte Personen wie Jonas Noreika in Litauen zum Volkshelden stilisiert werden können, ohne dass es zu einem großen Aufschrei in der Gesellschaft kommt. Der Referent forscht zu Jonas Noreika und trägt mit einem kleinen Kreis Gleichgesinnter seit Jahren einen Konflikt aus, damit Noreika den Platz in der Geschichte erhält, den er verdient und nicht als Vorbild gehandelt wird. mit: Evaldas Balciunas (Siauliai), Publizist Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.