Bürogemeinschaft , Mainz

Kolumbien : Antimilitarismus und Kriegsdienstverweigerung

Mit dem Politologen und Kriegsdienstverweigerer Martín Emilio Rodríguez Colorado aus Bogotá

Ende 2016 wurde zwischen der kolumbianischen Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) ein Friedensabkommen abgeschlossen. Die Hoffnung war, damit einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg im Land zu beenden. Weiterhin gibt es jedoch bewaffnete Auseinandersetzungen von Militär, Paramilitärs, ehemaligen Teilen der FARC und anderen Guerrilla­gruppen.

Zudem fordert der derzeitige Präsident Iván Duque das Friedensabkommen einseitig abzuändern. Vertreter der ursprünglichen Verhandlungsparteien des Friedensvertrages sehen dieses Vorgehen als schädlich für die Umsetzung an.

Der bei der antimilitaristischen Gruppe La Tulpa aktive Martín Emilio Rodríguez Colorado sieht mit diesem Vorgehen der Regierung auch die in den letzten acht Jahren erfolgten Verbesserungen zur Kriegsdienstverweigerung in Gefahr, die 2017 in eine Gesetzesänderung und Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung mündeten.

Martín Emilio Rodríguez Colorado wird auf der Veranstaltung über die aktuelle Entwicklung in Kolumbien berichten. Er wird auch die Arbeit von La Tulpa zur Kriegsdienstverweigerung und gegen die Militarisierung des Landes vorstellen. Zudem möchte er mit dieser Veranstaltung zur Teilnahme an einer internationalen Konferenz der War Resisters‘ International einladen, die vom 30. Juli bis 1. August 2019 in Bogotá stattfinden wird.

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