Brandenburger Tor , Berlin

KAZAGURUMA Demo zum 7. Jahrestag von Fukushima

Die Nukleare Kette brechen! Wir fordern:Die Kampagne ICAN wurde 2017 für ihren Einsatz zum Verbotsvertrag von Atomwaffen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Und es ist noch ein langer Weg, bis die Atomwaffen von der Welt verschwunden sein werden. Denn es gibt genug atomare Sprengköpfe, um die Erde mehrfach in die Luft zu jagen. Zwar sprechen wir vom Ausstieg aus der Atomenergie, aber Anfang 2017 waren weltweit noch 449 Reaktoren in 31 Ländern in Betrieb, seit Januar 2018 laufen noch 7 Reaktoren in Deutschland. In Japan wurden alle 54 Reaktoren nach Fukushima abgeschaltet aber trotz des Widerstandes der Bevölkerung sind bereits 5 Reaktoren wieder ans Netz gegangen. Militärische und zivile Nutzung der Atomkraft sind zwei Seiten derselben Medaille, eng miteinander verbunden durch dieselben Glieder der nuklearen Kette – Uranabbau, Forschungsreaktoren, Anlagen zur Anreicherung oder Wiederaufarbeitung. Und am Ende der Kette bleibt der Atommüll. Durch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomkraft wird für eine weite Verbreitung waffenfähiger Materialien gesorgt. Um Atomwaffen und Atomenergie abzuschaffen, muss man die gesamte nukleare Kette brechen. All diese Kettenglieder produzieren radioaktiven Müll oder Fallout, die über Hundertausende von Jahren verbleiben. Die radioaktive Strahlung ist für Gesundheit und Umwelt gefährlich und verursacht Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und genetische Defekte auch noch nach Jahrzehnten, und sogar über Generationen. Für den ständig wachsenden Atommüll am Ende der nuklearen Kette gibt es keine adäquate Lageroption. 73 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki, 32 Jahre nach Tschernobyl und 7 Jahre nach Fukushima: Wir müssen die nukleare Kette weltweit brechen, um das atomare Zeitalter Geschichte werden zu lassen!