Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Islam(isches) in den Medien - eine Framinganalyse

In diesem Jahr jährt sich der Mord an der ägyptischen Pharmazeutin Dr. Marwa El-Sherbiny zum 10. Mal; über Dresden hinaus reicht die Erinnerung an diese antiislamisch motivierte Untat kaum. Während Anschläge, die von sogenannten Islamisten verübt werden, großen Raum in den Medien einnehmen, verschwinden antimuslimische Ausschreitungen schnell wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung. Dem Terroranschlag auf Moscheen in Christchurch mit 50 Todesopfern wurde keine einzige Talkshow gewidmet, hingegen unzählige zu den Themen Migration, Integration und vermeintlich oder tatsächlich Islamischem. Wie beeinflusst das unseren Blick? Wie können wir damit kritisch umgehen?

Sabine Schiffer promovierte zur Islamdarstellung in den Medien und gründete 2005 das unabhängige Institut für Medienverantwortung. Seit 2018 lehrt sie als Professorin für Journalismus und Kommunikation an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Frankfurt am Main.

Moderation: Ezgi Özcan

Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.