Haus der Jugend, Frankfurt am Main

Geopolitik, Protektionismus und Freihandel

Seit der Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Schutzzölle auf bestimmte Importgüter zu erheben, ist die Debatte um Protektionismus hochgekocht. Freihandelsfreundliche Medien und Politiker*innen bedauern (abermals), dass das geplante Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA bisher nicht zustande gekommen ist, und fordern die Wiederaufnahme der Verhandlungen, um einen „Handelskrieg“ abzuwenden. Mit Begriffen wie „Trumps deutsche Freunde“ versuchen sie die Protestbewegung gegen TTIP, CETA & Co zu diskreditieren und diese als Befürworter oder gar als eigentliche Verursacher der Trump’schen Politik darzustellen.

Ausgeblendet wird in der Debatte, dass mit dem Abschluss völkerrechtlich verbindlicher Handelsabkommen wie TTIP oder CETA immer auch geostrategische Interessen verfolgt werden – auch vonseiten der Europäischen Union. Welche Interessen das sind und welchen Stellenwert Geopolitik in vermeintlich harmlosen Abkommen hat, soll auf dem Podium diskutiert werden. Wir wollen uns auch fragen, wie es uns gelingt diese Perspektive in der Debatte stärker zu machen, statt in der unproduktiven Alternative zwischen Trump-Protektionismus auf der einen Seite und neoliberalem Freihandel auf der anderen Seite verhaftet zu bleiben.

Auf dem Podium:

Moderation: Nelly Grotefendt, Forum Umwelt und Entwicklung

Die Podiumsdiskussion wird organisiert vom Netzwerk Gerechter Welthandel und dem Frankfurter Bündnis gegen TTIP, CETA und TISA. Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Strategie- und Aktionskonferenz des Netzwerks Gerechter Welthandel.