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Einbruch im Computergeschäft

■ Die Preise fallen, die Branche kürzt die Investitionen

New York (dpa) – Die Elektronikfirmen in Taiwan, Singapur und Korea rechnen zum ersten Mal seit Jahren mit Verlusten. Preiseinbrüche für Speicherchips bis zu 70 Prozent und ein starker Rückgang beim Absatz von Computern haben die Konzerne veranlaßt, geplante Fabriken zu streichen oder den Bau zu vertagen. Auch der Marktanführer Intel will sein Investitionsprogramm strecken. Den Einbruch bekommen jetzt die Hersteller von Maschinen zur Chip- Fabrikation zu spüren. 20 amerikanische und japanische Unternehmen dominieren diese Spezialbranche, die 1995 noch 77 Prozent Umsatzzuwachs verbuchte. Doch im ersten Halbjahr 1996 nahmen die US-amerikanischen Firmen Aufträge für nur 7,9 Milliarden Dollar entgegen, während sie für 8,1 Milliarden Dollar auslieferten. Die Applied Materials Inc. (Santa Clara/Kalifornien), weltweit größter Produzent von Chip-Maschinen, muß 830 Mitarbeiter nach Hause schicken – sieben Prozent der weltweiten Belegschaft.

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