Galerie Bauchhund, Berlin

Ein feministisches Internet: Techno-politische Praktiken gegen die Gewalt in Mexiko

Vortrag von Marcela Suárez (FU Berlin) Dieser Vortrag analysiert die feministischen Strategien der Aneignung des Internets als politischer Raum und der Bekämpfung der hegemonialen Diskurse zu Geschlechtergewalt in Mexiko. Mit einer Kombination aus einer digitalen Ethnographie und digitalen Methoden in Twitter möchte der Vortrag dazu beitragen, einerseits die Machtrelationen in Bezug auf Geschlecht, andererseits die feministischen Strategien des Widerstands gegen diese sichtbarer zu machen.Marcela Suárez ist Doktorin der Politikwissenschaft und Dozentin an der Freien Universität Berlin. Derzeit erforscht sie die Formen, in welchen soziale Kollektive in Mexiko und Brasilien Drohnen benutzen, um neue Räume der politischen Partizipation und der politischen Auseinandersetzung zu eröffnen. Im Rahmen der Ausstellung "Wir sind vernetzt | Estamos conectadas": #Metoo, #aufschrei, #MiPrimerAcoso – weltweit spielt das Internet eine immer bedeutendere Rolle für feministischen Aktivismus. So auch in Mexiko und Deutschland. Die multimediale Ausstellung „Wir sind vernetzt | Estamos conectadas“ gibt einen Einblick in die virtuellen Räume von und für Frauen in beiden Ländern. Was sind feministische Perspektiven auf Internettechnologie? Welche Rolle spielt der lokale Kontext? Wie mit Hass im Netz umgehen? Können wir unsere Lebensrealität noch in „virtuelle“ und „physische“ Welt trennen? All diese Fragen regen im internationalen Kontext sowie zwischen verschiedenen Generationen wichtige Diskussionen an, während die Zahl der Internetnutzer*innen weltweit steigt. Wie also kann feministischer Aktivismus zwischen online und offline in Zukunft aussehen?