Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Digitalisierung in der Landwirtschaft – nachhaltige Agrarproduktion oder Kontrolle durch Datenkraken?

Die Digitalisierung verändert die Landwirtschaft. Viele Bäuerinnen und Bauern sind offen für die Digitalisierung – mehr und mehr gehört sie zum Alltag ihrer Arbeit. Neue Möglichkeiten der Vernetzung, Produktion, zur Organisation, zum Austausch von Informationen oder zur Vermarktung eröffnen Chancen. Gerade vor dem Hintergrund der Klima – und Biodiversitätskrise wird viel Hoffnung in die Digitalisierung der Landwirtschaft gesetzt. Mehr Effizienz durch digital gestützte Produktionsstrukturen könnten zu einer nachhaltigeren Agrarproduktion führen. Gleichzeitig sehen Zivilgesellschaftliche Organisationen die Gefahr, dass Digitalisierung zu einer weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft beiträgt und den Druck auf kleine und mittlere Betriebe noch einmal verschärft. Digitalisierung ist ein vielschichtiger Prozess, in dem große Konzerne große Interessen haben. Umso wichtiger ist es, die Digitalisierung in der Landwirtschaft aktiv zu gestalten und Leitlinien für eine nachhaltige und sozial gerechte Digitalisierung zu setzen. 

Im Rahmen der Veranstaltung stellen wir erstmals ein zivilgesellschaftliches Positionspapier vor, das politische Leitplanken für eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche digitale Landwirtschaft formuliert. 

Begrüßung
Dr. Christine Chemnitz, Heinrich-Böll-Stiftung

Input

  • Dr. Steffen Lange, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und Co-Autor des Buchs "Smarte grüne Welt?"
  • Lena Michelsen, INKOTA-netzwerk

Podiumsdiskussion

  • Camila Moreno, La Vía Campesina, Brasilien 
  • Bernd Voß, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
  • Klaus Herbert Rolf, CLAAS und 365 FarmNet

Moderation

Dr. Christine Chemnitz, Heinrich-Böll-Stiftung


Sprache: Deutsch/ Englisch

Kontakt:
Inka Dewitz
dewitz@boell.de