Aufsichtsratswahl 2019

Vorstellung der Kandidat*innen

Zwei der drei Aufsichtsratsposten werden auf der diesjährigen Generalversammlung neu vergeben.

Abgestimmt wird am 14.09 auf der Generalversammlung Bild: taz

Von Konny Gellenbeck

Über 19.300 Genoss*innen sichern die Unabhängigkeit der taz. Das ist ein großartiges Fundament für die Zukunft der Zeitung. Die Kraft der Vielen erzeugt die notwendige Energie, um die Zukunft der taz tagtäglich zu gestalten. Gebündelt wird diese Kraft, die neben Geld auch Kreativität, Knowhow und Motivation umfasst, im dreiköpfigen Aufsichtsrat der taz-Genossenschaft. Der hat weit über die gesetzlich notwendige Kontrollfunktion auch strategische Aufgaben: Er stellt gemeinsam mit dem Vorstand und der Geschäftsführung Weichen und formt so aus den Perspektiven handfeste Pläne.

Wer wird gewählt?

Zwei Aufsichtsräte, vorzugsweise eine/r mit journalistischem Schwerpunkt und eine/r mit Wirtschaftskompetenz oder Steuerberater*in

 

Wer wählt?

Nach § 18 die anwesenden Mitglieder auf der Mitgliederversammlung

 

Wahlverfahren

Die Kandidat*innen müssen mit einer 2/3 Mehrheit gewählt werden

 

Wann?

Am 14. September auf der Mitgliederversammlung in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Die Genoss*innen stehen nun vor einer wichtigen Wahl: Zwei der drei Aufsichtsratsposten werden auf der diesjährigen Generalversammlung neu vergeben. Es haben sich sechs Mitglieder zur Wahl gestellt – neben dem Ihnen sicher bekannten langjährigen Aufsichtsrat Hermann-Josef Tenhagen gibt es auch fünf „neue“ Gesichter.

Wir möchten Ihnen deshalb die Kandidat*innen am Ende dieses Artikels etwas ausführlicher vorstellen. Außerdem haben wir den Kandidat*innen sechs Fragen gestellt. Bisher hat sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der taz aus der Repräsentation bestimmter Kompetenzen für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, für Journalismus und Publizistik sowie für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung als besonders passend erwiesen. Aber die Satzung schreibt keine besondere berufliche Qualifikation vor – Sie sind also ganz frei in Ihrer Entscheidung, wer künftig gemeinsam mit der Marketingexpertin Stefanie Urbach die Geschicke der Genossenschaft mitbestimmt.

Sechs Fragen, 36 Antworten Bild: Infotext

Theoretisch sind alle Genoss*innen stimmberechtigt, praktisch kann aber nur mitbestimmen, wer auch auf die Generalversammlung kommt. Denn nach § 43 (4) Genossenschaftsgesetz sollen die Mitglieder der Generalversammlung ihr Stimmrecht persönlich ausüben.

Also auf nach Berlin! Die diesjährige Mitgliederversammlung wird viele Weichen stellen – auch über die Umsetzung der Strategie 2022, die die taz in eine digitale Zukunft bringen soll, wird am 14. September in Berlin diskutiert.

Das sind die bisherigen Kandidat*innen (Reihenfolge alphabetisch):

Bild: privat

#1 Christian G. Christiansen

Gelernter Verlagskaufmann und Redakteur. Arbeitete in vielen regionalen Medien wie Flensburger Tageblatt und Westfalenpost, aber auch beim Spiegel. Wirtschaftsberater für Volvo in der DDR, nach der Einigung BRD/DDR Aufbau eines unabhängigen Pressevertriebs in der noch DDR. Ehrenamtliche Tätigkeit für den Mittelhof e.V.

Bild: privat

#2 Timo Kremer

ist seit 2003 Steuerberater und seit 2009 Wirtschaftsprüfer. Er arbeitete bis 2018 für ein globales Prüfungsunternehmen und war dort als Abschlussprüfer unter anderem von Medienunternehmen tätig. Er lebt in Bamberg und hat sich im Rahmen einer Partnergesellschaft vor einem Jahr selbstständig gemacht.

Bild: privat

 

#3 Jens Pohlmann

ist seit 1999 Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Er arbeitete für namhafte Unternehmen, lebt in Bielefeld und träumte zunächst davon, Biologe zu werden.

 

Bild: privat

#4 Nicole Schalkau-Treß

ist seit 2002 als selbstständige Steuerberaterin in Wuppertal tätig. Zu den Schwerpunkten Ihrer Kanzlei gehört die überregionale Beratung und Betreuung von gemeinnützigen Einrichtungen und mittelständigen Unternehmen.

 

Bild: Anja Weber

#5 Hermann-Josef Tenhagen

ist Chefredakteur und Herausgeber von Finanztip, des größten Online-Ratgebers für Finanzen in Deutschland, und lebt in Berlin. Von 1991 bis 1998 hat er als Redakteur der taz gearbeitet, seit 2004 ist er Aufsichtsrat der taz-Genossenschaft.

Bild: privat

 

#6 Bastian Wollenschein

lebt in Hamburg und absolvierte nach der Schule zunächst ein Redaktions-Volontariat mit dem Ziel, Journalist zu werden. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet er im Bereich Finanzen und Controlling, auch verfügt er über 10 Jahre Erfahrung in der Internen Revision.