Nach der Sommerpause will Jürgen Rüttgers die Hartz-Gesetze ändern. Der Regierungschef wisse nicht, „wovon er redet“, sagt die Opposition – und fordert seinen Rücktritt als Bundesparteivize
Die Landtagsfraktionen von CDU und FDP fordern höhere Strafen für Zwangsverheirater. Wer bestraft werden soll und wie viele Zwangsehen es gibt, wissen sie nicht. Migrantenvertreter halten Gesetzesverschärfung für den falschen Weg
Integrationsminister Armin Laschet warnt seine eigene Partei davor, Wahlkämpfe auf dem Rücken von Migranten auszutragen. Zur Integration gebe es keine Alternative, so der CDUler: „Wer soll unsere Renten bezahlen?“
Von Podcasting bis Handy-Fernsehen: Das heute in Köln startende Medienforum gibt sich total hip. Die Lage auf dem Zeitungsmarkt wird bei dem Kongress dagegen nicht thematisiert. Dabei wäre gerade das im Moment sehr wichtig
Wie beurteilen die Bürger die Regierung von Jürgen Rüttgers nach einem Jahr im Amt? Vor der Landtagswahl im Mai 2005 befragte die taz sechs NRWler zu ihren Erwartungen. Heute, ein Jahr später, ziehen drei von ihnen Bilanz
Einem von der Ausländerbehörde bezahlten Mann drohen nun staatsanwaltliche Ermittlungen: Ein Zeuge will von seiner Tätigkeit als Menschenhändler berichten. Landespolitiker fordern Aufklärung
In einem Jahr will der Essener RAG-Konzern an die Börse. „Überflüssiger Ballast“ soll abgeworfen werden, die Kernsparten werden gestärkt. Zweifel am wirklichen Wert des Unternehmens bleiben dennoch bestehen
Pädagogenausbildung an NRW-Unis vollkommen überlastet: Für einige Pflichtseminare steht nur ein Viertel der benötigten Plätze zur Verfügung. Kölner Prof verschenkt Scheine an abgewiesene Studis
NRW will die Landesentwicklungsgesellschaft noch im laufenden Jahr verkaufen – ob als Ganzes oder in Teilen ist noch unklar. Das Bieterverfahren soll nach der Sommerpause beginnen
Neues Kindertagesstättengesetz soll die religiöse Diskriminierung von Kindern verbieten. Die Arbeiterwohlfahrt begrüßt das und hofft auf mehr muslimische Kinder in katholischen Kindergärten
Zeitungskampf im Pott: Der Verleger der „Buerschen Zeitung“ will Gelsenkirchens Oberbürgermeister verklagen. Er soll sein taz-Interview widerrufen. Derweil formiert sich Protest gegen Zeitungssterben
Der Holocaust-Leugner, Israelfeind und iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad darf „gern zur Fußball-WM nach Deutschland kommen“. Sagt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Ist Ahmadinedschad ein willkommener Fußballfreund? Oder muss seine Einreise verhindert werden? SEITE 3
Zeitungssterben im Revier: Die „Ruhr Nachrichten“ ziehen sich zurück, die „Buersche Zeitung“ macht zu – und die WAZ profitiert. Der Gelsenkirchener Oberbürgermeister glaubt an eine Absprache
Von Abschiebung bedrohte Kinder und Jugendliche demonstrieren vor dem Landtag für ein Bleiberecht. CDU-Abgeordneter verspricht, sich für begrenzte Altfallregelung einzusetzen
Obwohl Ver.di gegen die Landesregierung streikt, lädt der DGB Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zur Mai-Kundgebung ein. Man wolle „gesprächsbereit“ bleiben. NRW-Gewerkschafter gehen auf Distanz
Weil die Ärzte gestern streikten, mussten Arzthelferinnen in den Zwangsurlaub. Anderfalls drohen sogar Kündigungen, sagt ihr Berufsverband. Nächste Woche wollen die Ärzte wieder protestieren