JAHRESRÜCKBLICK Welche Kulturerlebnisse bleiben vom Jahr 2014 im Gedächtnis? Fünf taz-Autoren blicken zurück – und vergessen auch das Unangenehme nicht
VonNILS SCHUHMACHER / ALEXANDER KOHLMANN / BENJAMIN MOLDENHAUER / JENS FISCHER / HAJO SCHIFF
DER FOTOGRAF Mit zwölf Jahren merkte Jan Bölsche, dass etwas mit seinen Augen nicht stimmte: Seine Sehkraft geht nach und nach verloren. Heute arbeitet Bölsche als professioneller Fotograf – die digitale Technik macht’s möglich
DER MUSIKPRODUZENT Seine Faszination für deutschen Krautrock führte den Briten Mark Reeder 1978 nach Westberlin. Neugierig auf das Berlin hinter der Mauer, wurde der Osten bald sein Abenteuerspielplatz. Ein Gespräch mit dem Gründer des Elektro-Labels MFS über eingeschleuste Musik, illegale Konzerte und eine Plattenproduktion in der DDR
Eine Ausstellung zeigt beeindruckende Fotos der einst mächtigen Bremer Wollkämmerei aus der Zeit des Nationalsozialismus. Leider hat sie zu wenig Platz.
FLUCHTBILDER „Exodus“ ist eine Bremer Ausstellung mit Arbeiten des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado betitelt. Die Ästhetik von dessen Bildern ist regressiv: Flucht wird in ihnen zu einer Universalie der Menschheitsgeschichte verklärt
Die Hamburger Ausstellung „Das engagierte Bild“ zeigt Reportagefotografien, die in den 1960er- bis 1980er-Jahren in Zeitschriften veröffentlicht wurden.
Der Bremer Jub Mönster ist bekannt für Wandbilder. Einer ganz eigenen Traurigkeit spürt er nach, indem er Familien-Dias und drittklassige Landschaftsgemälde montiert.
Aus dem HERINGSFASS kommt er nur noch selten, dafür öfter aus der Dose: Wie wichtig der Speisefisch nicht nur für die Hanse war, zeigt jetzt eine Ausstellung in Emden
FOTOGRAFIE Das Braunschweiger Museum für Photographie feiert sein 30-jähriges Bestehen. Die Jubiläums-Ausstellung „Schöne Neue BRD?“ präsentiert zehn Protagonisten der Autorenfotografie der 1980er-Jahre