Als Maler bewegt sich John Malkovich durch immer neue abgründige Szenarien, Veronica Ferres spielt auch mit: Der chilenische Regisseur Raoúl Ruiz inszeniert den Film „Klimt“ als Dekadenzfantasie – als Studie über die Zeit, da die Sprache modrig wurde und die Bilder zu fließen begannen
Knapp zwei Jahre nach seiner Eröffnung ist das Hafenmuseum zwei große Schritte weitergekommen: Der Aufbau der Dauerausstellung steht vor dem Abschluss, zum anderen steigt mit der Hafenwirtschaft ein neuer (Mit-)Finanzier ein
Das Hamburg der Fünfzigerjahre mit den Augen des Fotografen Herbert Dombrowski, der genau hingeschaut, aber nur selten entblößt hat: Eine Ausstellung über Milieustudien, spießige Enge und Wirtschaftswunder
„Top oder Flop?“ aus 80 Jahren Telekommunikation: Das Retro-Kreiseln um BTX, Atrai, FloppyDisk und sprechende Microwellen könnte so lustig und spannend sein, aber im Hamburger Museum für Kommunikation erstickt die Ausstellungsarchitektur jeglichen Witz
Zwischen Revisionismus, wachsendem Mitgefühl und medialer Aufbereitung: Deutsche auf der Flucht in den Zeiten des Nachkriegs sind Mittelpunkt einer Ausstellung im Bonner Haus der Geschichte
Die deutschen Autobauer tun einfach so, als wäre die auch im Krisenjahr 2005 eine Protz- und Leistungsschau – und verraten damit doch mehr über die prekäre Lage, als ihnen lieb sein kann
Aneignung und Lärm: Wie viel Offenheit verträgt das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas? Wie wir mit ihm umgehen werden, wird viel über unser Verhältnis zu Vergangenheit aussagen
Weckruf für die Werbekreativen: Sie müssen aufpassen, dass sie sich bei aller Begeisterung über ihre originellen Ideen nicht ins Abseits manövrieren. Mehr Emotionen, weniger Zielgruppenkalkül
Kunst sammeln leicht gemacht: Die Editionsgalerie Lumas bietet in Berlins Mitte künstlerische zeitgenössische Fotografie zu erschwinglichen Preisen. Ein Porträt
Nach zahlreichen Baustopps und einer Menge Gezanke ums Geld steht das von dem Architekten Günter Behnisch entworfene neue Haus der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin vor seiner Vollendung. Es präsentiert sich nun als eine Mischung aus Kälte, wunderbarer Offenheit und Geschichte
Ute Haug, seit 2000 Provenienzforscherin an der Hamburger Kunsthalle, gilt bundesweit als Pionierin. Doch ihr Vertrag läuft im September aus. Dabei hat sie nicht einmal ein Bruchteil der Werke auf ihre Herkunft zwischen 1939 und 1945 hin untersucht