Die Enkel der Revolution drängen auf den kulturellen Wandel. Viele Künstler kehren aus dem Ausland zurück und setzen auf Dialog - wie im Teatro Karl Marx in Havanna.
Es gibt doch noch Überraschungen in der Fotogeschichte: Die Hamburger Deichtorhallen entdecken den Japaner Kiyoshi Suzuki und verlassen damit den breiten Weg des Mainstreams.
Nasrallah, Barbie und Jesus vertragen sich nicht: Der Libanon gilt als das liberalste arabische Land. Aber zu spielerisch darf man auch hier nicht mit interkulturellen Klischees umgehen. In Beirut sorgen derzeit Fotografien der Künstlerin Jocelyne Saab für Unmut. Woher kommt dieses Klima der Angst?
Gott ist ein schweinischer Künstlerarsch mit manchmal grausamen Plänen. Christoph Schlingensief über Religion, das Arbeiten in anderen Kulturen und das Diktiergerät als Mülleimer.
Das Museum Hamburger Bahnhof in Berlin zeigt eine große Joseph Beuys-Ausstellung "Die Revolution sind wir" neben einer Andy-Warhol-Show: Kreativität versus Konsum.
Catherine Opie fotografiert Lesben, Schwule und Transsexuelle aus ihrem Bekanntenkreis. Rudy Burckhardt zeigt Menschen auf der Straße als choreografiertes Ballett.
Kunst ist nicht nur zum Anschauen da: Tilo Schulz zeigt in der Secession Wien eine Installation aus begehbaren Räumen. Die Besucher werden so zu Teilnehmern.
Der Hamburger Bahnhof in Berlin zeigt eine große Werkschau der streitbaren Künstlerin Ayse Erkmen. Die Konzeptualistin bahnt sich dabei einen Weg von außen nach innen
Es ist ein Präzedenzfall, der hoffen lässt: Das Hamburger Künstlerhaus Frise hat der Stadt den Erbpacht-Vertrag für ihr Grundstück abgekauft. Das hatte im Zuge der Gentrifizierung eigentlich an einen finanzkräftigen Investor gehen sollen