Nicht nur die SPD wettert gegen die „Bild“-Berichte über die Bonusmeilenaffäre, beim Presserat häufen sich auch die Leserbeschwerden – 12 Tage vor der Wahl könnte „Bild“ gerügt werden
Im Wahlkampf spielt auch die Kanzlergattin eine Rolle. Die Auslegung dieser Rolle will wohl überlegt sein. Aber egal ob Karin Stoiber oder Doris Schröder-Köpf, am Ende läuft die Sache immer auf das gleiche öde Hausfrauenmodell hinaus
Zeige mir deine Webseite, und ich sage dir, ob du Kanzler wirst. Von Schröder bis Westerwelle: Im Internet präsentieren sich die Kandidaten von ihrer Schokoladenseite – und entblößen ihre Macken
61 Tage vor der Wahl fragt sich das ZDF, warum Edmund Stoiber eigentlich Kanzler werden will – und präsentiert den Kandidaten als politisches Chamäleon: „Der Kampf ums Kanzleramt“ (21.00 Uhr)
■ Die Bundestagswahl hat die Achtundsechziger auf die Vorderbühne und eine neue Generation von Stichwortgebern auf die Hinterbühne gebracht. Gespräch mit Heinz Bude über die Politik der Berliner Republik und den Wande
49,4 Prozent für die SPD. Das Personalpaket der SPD für die Nach-Schröder-Zeit in Hannover steht seit langem fest. Innenminister Glogowski wird Regierungschef, Sozialministerin Merk Stellvertreterin ■ Aus Hannover Jürgen Voges
Nichtwählen verträgt sich durchaus mit intensivem demokratischem Engagement. Es ist mindestens so rational, wie seine Stimme abzugeben. Denn „oben“, wo regiert wird, herrscht sowieso die Irrationalität. Da kann man, statt zu wählen, auch wetten ■ Von Bruno Preisendörfer
Wer Täve wählt, geht nicht ins Kino. Doch wer PDS wählen will, sollte unbedingt ihren Zirkus besuchen — auch wenn's auf dem Parkplatz sehr nach SPD aussieht ■ Von Thomas Brussig
Die nächste Wahl ist für einen „78er“ wieder einmal die schlimmste seines Lebens: Aus der SPD wurde längst die „SPD“, und ein schlichtes Kreuzchen gegen Kohl reicht sowieso nicht aus, um all die Gesichter zu entsorgen, die kaum noch zu ertragen sind ■ Von Matthias Politycki
Das Berliner Treffen zwischen Jürgen Habermas und Gerhard Schröder nahm das alte Stück „Geist meets Macht“ wieder auf. Praktisch visionsfrei, aber mit erschütterndem Unterhaltungswert. Es hilft nichts: Dies hier ist „amerikanischer Wahlkampf“ ■ Von Thomas Groß