6.- 10. Juni 2021 mit taz-Redakteurin Nina Apin: Benediktbeuern (Oberbayern)

Öko-soziale Landwirtschaft, bayerische Traditionen und Klimaschutz

Basilika Kloster Benediktbeuern Bild: Archiv

Zum Programm gehören Ausflüge an den Kochel See und zur "Fair Trade Gemeinde" Murnau, der Besuch eines Projekts solidarischer Landwirtschaft, eine Moor-Wanderung sowie ein Abend mit dem Musiker Zither-Manä - mit 4 Übernachtungen im „Zentrum für Umwelt und Kultur“ im Kloster Benediktbeuern.

Preis: 770 € (DZ/HP/ohne Anreise)/ EZ-Zuschlag: 50 €; Mindestteilnehmer 8 Personen

Reiseveranstalter: Ventus Reisen, Berlin Tel.: 030-39 10 03 32, office@ventus.com,

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden

* Reiseleitung durch taz-Redakteurin Nina Apin

* 4 Übernachtungen inkl. Frühstück im Zentrum für Umwelt und Kultur im Kloster Benediktbeuern

* 4 Abendessen in Restaurants, u.a. im Bräustüberl des Klosters Benediktbeuern sowie ein Mittagessen (am letzten Tag)

HIER die weiteren Leistungen 

Die kleine Gemeinde Benediktbeuern im oberbayerischen Alpenvorland bestätigt auf den ersten Blick alle Bayernklischees: Malerische Lage am Fuße der Benediktenwand, die klaren Bergseen Kochel-und Walchensee vor der Nase und als touristisches Juwel lockt die Benediktinerabtei Kloster Benediktbeuern.

Nina Apin leitet das Meinungsressort der taz und stammt aus dem oberbayrischen Wasserburg am Inn

- Moore und Klimaschutz

- Traditionen im altbayrischen Oberland

- Solidarische Landwirtschaft

- Kommunale Fair-Trade-Initiative

- alternative Musikkultur

- Führung mit einem Pater vom Kloster Benediktbeuern durch die barocke Klosteranlage

- Moor-Wanderung mit einem Umweltpädagogen des Zentrums für Umwelt und Kultur

- Besuch des ökosozialen Landwirtschaftsprojekts Klostergut Schlehdorf

- Treffen mit dem Musiker Zither Manä

- Besuch der Fair-Trade-Gemeinde Murnau und Treffen mit dem Klimareferenten

- Besuch des Freilichtmuseums Glentleiten

- Besuch des Franz-Marc-Museums in Kochel am See

- Fahrt mit der Seilbahn auf den Herzogstand mit Blick auf Kochel- und Walchen-See

Die Reiseleitung achtet während der Reise auf die Einhaltung der Corona- AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken).

Das Hotel hat seinen Service auf diese Regeln eingestellt. Die Corona-Verordnungen des Landes Bayern finden Sie HIER und eine gute Zusammenfassung auf der Website Tourismus-Wegweiser

Vor der Reise erhalten Sie vom Veranstalter eine aktuelle Übersicht der Regelungen.

Dieses stattliche Barockensemble, das von den Salesianern Don Boscos betrieben wird, wird die Basis unserer Erkundungen des Oberlandes. Wir übernachten im Gästehaus des im Maierhof ansässigen Zentrums für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK).

Das ZUK ist eine gemeinnützige Einrichtung des Umwelt-und Naturschutzes, das sich dem Erhalt der regionalen Naturlandschaft und der Umweltpädagogik verschrieben hat. Ein perfekter Ort, um hinter die Postkarten- idylle zu blicken und ein Bayern zu entdecken, das nicht nur Laptop, Lederhose und Schweinsbraten kennt, sondern ökologisch ist, fair, sozial und widerständig.

Den ersten Tag (Montag) werden wir mit unseren Gastgebern verbringen: Wir lassen uns von einem Pater durch die barocken Anlagen führen, besichti- gen den Kurfürstensaal, den gotischen Kreuzgang, den Meditationsgarten und den Energiepavillion mit Energie- und Geowerkstatt.

Im Loisach-Kochelsee-Moor in der Nähe von Benediktbeuern Bild: Archiv

Ein Umweltpädagoge führt uns auf einem Erlebnispfad durch das eiszeitliche Loisach-Kochelsee-Hochmoor, eins der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands. Mit viel Glück sehen wir den Großen Brachvogel, einen Wiesenpieper oder eine andere der rund 200 Vogelarten, denen dieses 1992 ausgewiesene Schutzgebiet als Brut-und Rastort dient.

Bei einer Tümpelsafari entdecken wir Reptilien, Amphibien und Insekten wie die Kreuzotter und seltene Libellenarten. Nach einem Rundgang durch das Dorf Benediktbeuern lassen wir uns abends bei regionalen Spezialitäten im Klosterstüberl das Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Zusammenarbeit mit den extensiv wirtschaftenden Bauern der Region erklären.

Am Dienstag nehmen wir die Bahn nach Kochel am See. Die Schönheit dieses zwischen Moor und bayrischen Alpen gelegenen Gebirgssees inspirierte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts den expressionistischen Maler Franz Marc und seine Künstlerfreunde vom „Blauen Reiter“.

Vom Anleger direkt am Museum brechen wir auf zu einer Schiffsrundfahrt über den Kochelsee und setzen über nach Schlehdorf am Westufer. Dort besuchen wir zwei sehr verschiedene Lebensformen, die sich dem Gemeinsinn verschrieben haben: Das ökosoziale Landwirtschaftsprojekt Klostergut Schlehdorf lebt und wirtschaftet gemeinsam auf 50 Hektar: Die generationengemischte Genossenschaft betreibt rund um ein ehemaliges Schwesternwohnheim der Missionsdominikanerinnen einen Permakulturgarten, einen Pferdehof, eine Imkerei und ein Jugendgästehaus.

Der Maier-Hof auf dem Gelände des Klosters Benediktbeuern, heute ist hier das Zentrum für Umwelt und Kultur untergebracht - rechts im Bild: der Meditationsgarten des Klosters Bild: Archiv

Wir lassen uns die Idee des solidarischen Mittagstisches erklären und verkosten im Hofladen Erzeugnisse des Hauses.

Daneben wird es Gelegenheit zur Begegnung mit den Schwestern geben, die noch immer in Gemeinschaft auf einem Teil des Klostergeländes leben. Nach einem Spaziergang durch Kochel fahren wir zurück nach Benediktbeuern.

Dort gibt uns das Oberländer Urgestein Manfred Zick, als „Zither-Manä“ ein Partisan an der Zither, eine musikalische Kostprobe der widerständigen Seite seines Heimatlandes. Hier, zwischen Kochel-und Tegernsee liegt nicht nur der Vorhof zum Paradies, hier probte die bayerische Bevölkerung als erstes den Aufstand gegen die österreichischen Besatzer. Auch heute noch ist das Oberland Ort der Rebellion gegen „Bonzen auf Urlaub“, gegen Flächenfraß, Naturzerstörung und bräsige Heimatseligkeit.

Am Mittwoch nehmen wir den Bus nach Murnau, um in die bayerische Traumkulisse des Blauen Reiters einzutauchen. Wir besichtigen das Gabriele-Münter-Haus, in dem das Künstlerpaar Münter / Kandinsky lebte und arbeitete und wandeln auf den Spuren eines anderen berühmten Bewohners von Murnau: Der Ödon-von-Horvath-Weg führt durch Leben und Werk des Schriftstellers, der in den 1930er Jahren gegen den Aufstieg der Nazis anschrieb.

 

Der Blick vom Herzogstand nach Süden Richtung Alpen Bild: Archiv

Heute weht durch Murnau ein ökosozialer Wind: Die 12.000 Einwohner-Gemeinde am Staffelsee wählte 2020 ihren CSU-Bürgermeister ab. Seither regiert ein Vertreter der Ökopartei ÖDP/Bürgerforum.

Bereits seit 2015 trägt Murnau den Titel Fair-Trade-Gemeinde. Wir besuchen eine Confiserie-Unternehmerin, die durch ein Partnerschafts- projekt faire Handelsbedingungen für Bauern und Arbeiter in Ghana unterstützt und treffen den Umweltreferenten der Gemeinde und einen grünen Landrat zum Austausch über Politik in der Region. Abends vertiefen wir unser Oberbayerngefühl bei einem guten Film im ZUK.

Am Donnerstag, unserem Abreisetag, brechen wir zeitig auf, um mit der Seilbahn auf den Herzogstand zu fahren. Vom Gipfel dieses 1731 hohen Berges hat man einen wunderbaren Blick auf das „Zwei-Seen-Land“ Kochel-und Walchensee, das Wettersteinmassiv und die Zugspitze bis zu den Ammergauer Alpen.

Nach dem Abstieg zu Fuß oder via Bahn genießen wir eine letzte bayerische Brotzeit vor der Abreise am Nachmittag.

Die Reiseleistungen im Einzelnen HIER

Beginn und Ende der Reise:

Wir treffen uns am Sonntag, den 6. Juni um 18 Uhr im Zentrum für Umwelt und Kultur in der klosteranlage Benediktbeuern. Von München gibt es eine direkte Zugverbindung, ca. 1 Stunde

Ende der Reise: Donnerstag, 10. Juni, gegen 15 Uhr

Die Reiseleitung achtet während der Reise auf die Einhaltung der Corona- AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken).

Das Hotel hat seinen Service auf diese Regeln eingestellt. Die Corona-Verordnungen des Landes Bayern finden Sie HIER und eine gute Zusammenfassung auf der Website Tourismus-Wegweiser

Vor der Reise erhalten Sie vom Veranstalter eine aktuelle Übersicht der Regelungen.