18. - 25. Juli 2020 (NEU)

Budapest

Reiseleitung: Tibor Rácz

Széchenyi-Thermalbad in Budapest Bild: Gaby Coldewey

Mit einer Exkursion nach Felcsút

Ungarn galt zu kommunistischen Zeiten als „lustigste Baracke“ des Ostblocks. Doch seit dem Machtantritt von Viktor Orbán 2010, der bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr mit seiner Partei Fidesz erneut eine satte Mehrheit einheimste, ist Schluss mit lustig. Nicht zuletzt zum Leidwesen der Europäischen Union, der Ungarn seit 2004 angehört.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

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PREIS: ab 1.190 € (DZ/HP/ohne Anreise)

VERANSTALTER:

Ventus Reisen, Tel. 030-391 00 332 office@ventus.com  

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Der seinerzeit vom Westen hofierte Jungdemokrat baut in seinem Land nach Kräften an einer „illiberalen Demokratie“. Unbotmäßige Richter und Medien werden an die Kandare genommen bzw. ganz kalt gestellt. Die vom US-Milliardär George Soros, Orbáns Hassobjekt par excellence, in Budapest gegründete Central European University (CEU) musste im Herbst 2019 ihren Campus in Wien aufschlagen. Ein neu zu schaffender Kulturrat soll jetzt auch noch die letzten Freigeister auf Regierungslinie bringen.

ist Tibor Rácz, Journalist und taz-Autor aus Budapest

Und doch: Allen Negativschlagzeilen und Strafverfahren der EU zum Trotz – Ungarn ist mehr als Orbán. Noch immer gibt es viele Menschen, die versuchen, diesem autoritären Kurs die Stirn zu bieten. Und die das Lachen offensichtlich nicht verlernt haben. Wie sonst wäre beispielsweise der Sieg der Opposition in Budapest bei der Kommunalwahl im Herbst 2019 zu erklären. Oder die Existenz der „Partei des doppelschwänzigen Hundes“, die Orbán und Co. mit den Mitteln der Satire etwas entgegen setzen will.

Begeben Sie sich mit der taz auf Entdeckungsreise in das Land Orbáns jenseits von Orbán. Und da gibt es so einiges zu bestaunen: Junge Leute, die ihrem Land nicht frustriert den Rücken kehren, sondern dort etwas verändern wollen; VertreterInnen der Roma-Minderheit, die Hass und fortgesetzter Diskriminierung erfolgreich etwas entgegen setzen und einen Rundgang durch das alte Roma-Viertel – abseits von glitzernden Touristenmeilen – zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Und Kultur- und Medienschaffende, die ihre Nischen gefunden haben und nicht müde werden, Werte wie die Freiheit des Wortes oder der Kunst hoch zu halten.

Machen Sie auch einen Abstecher nach Absurdistan – in Orbáns Heimatdorf Felcsút mit einem neu gebauten bombastischen, meist leeren, Fußballstadion in der Ortsmitte und einer eigenen Eisenbahnlinie, auf der verwaiste Waggons verkehren. Ein perfektes Studienobjekt, wie EU-Mittel auch verwendet werden können.

Lassen Sie sich von Budapest in den Bann ziehen: Von einer beeindruckenden, vielfältigen Architektur, in der sich die tausende Jahre alte Geschichte der Metropole an der Donau widerspiegelt.

Und seien Sie gewiss: Nach einem feurigen Gulasch flankiert von ein paar Gläschen Tokajer sieht die Welt – Orbán hin oder her - gleich noch etwas freundlicher aus.