10. - 26. Oktober 2020

Iran und religiöse Vielfalt

Reiseleitung: Kurt Scharf

Kirche in den Bergen der iranischen Provinz Azerbaidschan nahe Täbris Bild: Jens Heuermann

Täbris - Orumiye - Tacht-e Soleyman – Soltaniye - Teheran - Ghom - Kaschan - Isfahan - Yasd - Persepolis - Schiras

Iran erscheint von uns aus gesehen wie ein schwarzer Block des Islam – doch tatsächlich herrscht eine erstaunliche religiöse Vielfalt; zunächst leben sehr verschiedene Muslime im Lande: neben Schiiten auch Sunniten und Sufis. Dazu gibt es ein breites Spektrum außerhalb des Islam: Zoroastrier (Anhänger Zarathustras), unterschiedliche Gruppen von Christen (Assyrer, Nestorianer, Armenier) und auch Juden.

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PREIS: hier bis Mitte Dezember (DZ/VP/Flug inkl. Atmosfair-Beitrag)

VERANSTALTER:

Orient Express, Göttingen

hartmut.niemann@orientexpress-online.com Tel: 0551-486 652

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Auch wenn alle Nicht-Muslime zusammen nur wenige Prozent der Bevölkerung ausmachen, haben sie lange Traditionen – und die sind im Lande vielfach sichtbar. Bei der Fahrt von Täbris im Norden bis nach Schiras im Süden entdecken Sie Zeugnisse der verschiedenen religiösen Kulturen iranischer Geschichte – und begegnen Ursprüngen unserer eigenen Geistesgeschichte.

Kurt Scharf, Autor und Übersetzer pers. Lyrik, 1973 bis 1979 stellv. Leiter Goethe-Institut Teheran

Die Ursprünge des Judentums verweisen auf das Reich der Achämeniden (6.-4. Jahrhundert v. Chr.) zurück, in dem der Zoroastrismus die maßgebliche Religion war. Die jüdische Religion, so wie wir sie heute kennen, ist zu einem wesent- lichen Teil in Iran entwickelt worden.

Der Babylonische Talmud, nach Inhalt und Umfang weit bedeutender als der Jerusalemer, entstand in den relativ großen, geschlossenen jüdischen Siedlungsgebieten, die nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im judenfreundlicheren Iran der Sassaniden (3.-7. Jh. n. Chr.) existierten.

Jüdischer Friedhof in der Nähe von Isfahan, wo es auch eine aktive jüdische Gemeinde gibt. Bild: Thomas Hartmann

Die junge Christenheit zerstritt sich schon bald nach dem Mailänder Toleranzedikt von 313 und von der Reichskirche in Rom und Konstantinopel verketzerte Christengruppen flohen ins Perserreich, wo sie ihre eigene antirömische Dogmatik entwickelten.

Wir machen uns auf die Suche nach den Spuren dieser Entwicklung und treffen auf Anhänger dieser verschiedenen Religionen, u.a. solche, die noch heute das Aramäische, also die Sprache Jesu Christi, benutzen. Daneben bewundern wir die großartigen Zeugnisse der iranischen Kunst, insbesondere der Baugeschichte.

Bei dieser Reise quer durch den Iran, von Täbris im Norden bis nach Schiras im Süden erleben sie darüber hinaus, warum das Land für seine Jahrhunderte alte Kulturtradition berühmt ist. Vor allem unter den Safawiden erlebte das Land im 17. Jahrhundert eine Blütezeit islamischer Kunst. Grandiose Bauwerke in Tabris, Ghaswin, Isfahan, Yasd, Schiras und anderen Orten auf unserer Route zeugen davon: reich verzierte Moscheen und Medressen, aber auch Kirchen, Feuertempel und Synagogen sowie Privathäuser reicher Händler und anmutige Gartenanlagen erwarten Sie.

Der Pavillon im Bagh-e Eram, einem der schönsten Gartenanlagen von Schiras. Bild: Anna Quirin

Die Reise führt Sie in das ehemalige Siedlungsgebiet der Armenier und in das turksprachige Aserbaidschan im Nordwesten des Landes, den modernen Iran werden Sie in der Hauptstadt Teheran kennen lernen, Lehmbauten mit traditionellen Windtürmen im Süden. Zum Programm gehören auch das Museum der Zoroastrier in Yasd sowie ein Sur-Chaneh (wörtlich: "Krafthaus"), eine Art traditionelles Fitness-Studio für Körper, Geist und Seele; und in Ghom wird Sie ein schiitischer Geistlicher empfangen.

Eine Neue taz-Reise. Bitte gedulden Sie sich noch etwas.

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