1. - 15. Oktober 2021: Buenos Aires / Montevideo

Reiseleitung: Jürgen Vogt

Buenos Aires: Gedenken an Evita Peron Bild: Jürgen Vogt

Buenos Aires – Luján (Argentinien) – Montevideo (Uruguay)

Bei dieser Reise erleben Sie zwei pulsierende Metropolen, in denen die Aufarbeitung der jüngeren Geschichte eine wichtige Rolle spielt. In beiden ist auch ein breites Spektrum zivilgesellschaftlicher Gruppen aktiv. Einige werden Sie besuchen und dabei auch die Unterschiede zwischen den beiden Städten bzw. Ländern kennen lernen. Und natürlich verlassen Sie Buenos Aires nicht, ohne ein Tango-Lokal besucht zu haben.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

Preis: hier bis Dez, 2020

(ca. 3.500 € für DZ/HP/Flug inkl. Atmosfair)

Veranstalter: ArgentinAbsolut, Hamburg, Tel: 040 603 44 00, info@argentinabsolut.com

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Wie keine andere Stadt Lateinamerikas ist Buenos Aires von seinen europä- ischen Einwanderern geprägt, die vor allem eines sein wollten: Keine Latinos.

Jürgen Vogt, taz-Korrespondent in Buenos Aires; Autor des "Argentinien"-Reiseführers im Verlag Reise-Know-How

Noch heute polarisiert dieses Credo die Hafenstadt am Río de la Plata. „Mi Buenos Aires querido – mein geliebtes Buenos Aires“, sang Carlos Gardel in den goldenen 1930er Jahre der aufsteigenden Weltmetropole. Dem werden wir auf einem Rundgang zu populären Tango-Lokalen nachspüren.

Argentinien erholt sich noch immer von der schweren Wirtschaftskrise um die Jahrtausendwende. Nach zwölf Jahren linksprogressiver Kirchner-Regierungen übernahm am 10. Dezember 2015 der rechtskonservative Mauricio Macri das Präsidentenamt. Wirtschaftlich und sozial ging es vor allem in den letzten Monaten seiner Amtszeit steil bergab. Rund 40 Prozent der 44 Millionen EinwohnerInnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Im Oktober 2019 wurde Macri abgewählt.

Vor einer Tango-Bar im Stadtviertel Caminito, Buenos Aires Bild: Haupt und Binder

Mit Alberto Fernández übernahm ein Mitte-Links-Politiker am 10. Dezember 2019 das Präsidentenamt. Wie Fernández und seine Vizepräsidentin, die frühere Präsidentin Cristina Kirchner, die Krise meistern wollen, muss sich noch zeigen.

Gibt es neue Perspektiven für die selbstverwalteten Betrieben? Was wird aus der Menschenrechtsbewegung, die die juristische Aufarbeitung der Menschenrechts-verbrechen der letzten Militärdiktatur vorangebracht hat?

Wir besuchen die Medienkooperative ‚Lavaca‘ (die Kuh), die Kooperative einer ‚Fabrica Recuperada‘ (eine von Arbeitern während der Kirchner-Regierung besetzte und als Kooperative geführte Fabrik), die Mieterbewegung ‚Moi‘ und die ‚Mütter der Plaza de Mayo‘ und wir werden hören, wie in der Zivilgesellschaft die aktuelle Entwicklung eingeschätzt wird.

Straßenfest und Markt: die Feria de Mataderos in Buenos Aires Bild: Wolfram Bürkner

Bei einem Tagesausflug ins Landesinnere erfahren wir etwas über den Alltag auf dem flachen Land. Wir fahren in die Pampa Argentiniens nach Los Toldos und zum dortigen Umweltforum. Die Initiative wehrt sich gegen den Einsatz der Agrochemie. Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.

Unterwegs besuchen wir auch Luján, Argentiniens wichtigsten Wallfahrtsort. Eine 107 Meter hohe neogotische Kathedrale beherbergt eine kleine Statue der Jungfrau Maria. Sie ist die offizielle Schutzheilige von Argentinien, Paraguay und Uruguay.

Und wir fahren für drei Tage über den Río de la Plata nach Montevideo, in das unbestrittene Zentrum Uruguays. Alle wichtigen Entscheidungen fallen hier, kein Wunder, sind doch in der Hauptstadt nicht nur die Behörden und politischen Entscheidungsgremien konzentriert, sondern auch alle wichtigen Industriebetriebe.

Café in der Altstadt von Montevideo Bild: Archiv

In der Altstadt befinden sich zahlreiche, auch internationale Banken. Uruguays Hauptstadt mauserte sich, dank eines sehr weit gefassten Bankgeheimnisses, zum Finanzzentrum des südlichen Südamerika. Daran änderten auch die seit 2005 regierenden früheren Revolutionäre aus der Zeit der Militärdiktatur nichts. Bei den letzten Wahlen im Oktober 2019 wurden sie abgelöst.

Die neue Regierung wird in Uruguay nun von einer Koalition der Rechten gebildet. Wir hören die kritischen Einschätzungen ihrer Politik u.a. von Redakteuren der Tageszeitung ‚La Diaria‘, die in ihrer Gründungsphase von der taz-Genossenschaft unterstützt wurde.

Außerdem besuchen wir die Menschenrechtsgruppe ‚Serpaj‘, die von der zögerlichen juristische Aufarbeitung der Menschenrechts- verbrechen der Militärdiktatur berichtet. Aufsehen erregte Uruguays Legalisierung des Cannabis-Anbaus und -verkaufs. Wir lassen uns darüber im Cannabis-Museum in Montevideo informieren.

Wenn Sie noch mehr von Argentinien kennen lernen möchten, bieten wir zudem zwei Anschlussreisen, die Sie bei unserem Veranstalter ArgentinAbsolut individuell buchen können. Beide fangen am letzten Tag der taz-Reise in Buenos Aires an und dauern 4 bzw. 5 Tage. Der mit der taz-Reise gebuchte Rückflug erfolgt dann am Ende Ihrer Anschlussreise.

Eine 4 Tages-Fahrt zu den Iguazú-Wasserfällen im Norden Argentiniens

Eine 5-Tages-Fahrt zu den Gletschern Patagoniens im Süden Argentiniens