ERSTER BESUCH DES US-PRÄSIDENTEN IM VATIKAN

Obama beim Papst: „Große Ehre“

VATIKANSTADT | Im Anschluss an den G-8-Gipfel ist US-Präsident Barack Obama am Freitagnachmittag in Rom mit Papst Benedikt XVI. zusammengetroffen. Obama wurde von einer Ehrenformation der Schweizer Garde im Vatikan begrüßt, bevor er im Apostolischen Palast dem Papst die Hand schüttelte. „Das ist eine große Ehre. Vielen Dank“, sagte der Präsident zur Begrüßung. Bei dem Gespräch hinter verschlossenen Türen sollte es dem Vernehmen nach um Klima- und Nahostpolitik sowie um die am Dienstag veröffentlichte Sozialenzyklika des Papstes gehen.

Obama freue sich auf den Besuch, hatte der stellvertretende US-Sicherheitsberater Denis McDonough im Vorfeld erklärt. „Das ist etwas völlig anderes als ein normaler Staatsbesuch.“ Obama und der Papst hätten zwar unterschiedliche Sichtweisen, etwa beim Thema Abtreibung, es gebe aber sehr viel mehr Übereinstimmung, etwa in der besonderen Betonung der menschlichen Würde und der großen Bedeutung, die beide der Hilfe für Arme und Benachteiligte beimessen. Am Abend wollte Obama nach Ghana weiterreisen. (afp, dpa)