LINKE ÄRGERN BEAMTE IN FRIEDRICHSHAIN

Polizisten von Autonomen bedrängt

Erneut Trouble in Friedrichshain: Gleich zweimal wurde die Polizei am Wochenende von Linksautonomen in der Rigaer Straße bedrängt, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Als Beamte am Sonntagabend zwei Personen stellen wollten, die illegal Plakate an eine Hauswand klebten, flüchtete einer der beiden. Der zweite Verdächtige wurde von der Polizei gestellt, konnte aber fliehen, als eine Gruppe von 30 Linken die Polizisten umringte, diese in Gespräche verwickelte und Beweismittel zu entwenden versuchte. Laut Polizeiangaben wurde die Verfolgung der Plakatierer verhindert, weil die Unterstützer die Beamten nicht passieren ließen.

Bereits einen Abend zuvor waren Polizisten vor dem linksalternativen Hausprojekt „Liebig 34“ in der Liebigstraße mit Steinen beworfen worden. Dort hatte sich eine Gruppe von etwa 40 Linken versammelt. Polizei und Feuerwehr waren angerückt, um brennende Einkaufswagen und einen Sperrmüllcontainer zu löschen. Dabei erfolgten die Steinwürfe, verletzt wurde niemand. Die Polizisten stellten Personalien von mehr als 40 Personen in und vor dem Haus fest und erteilten Platzverweise.

Das „Liebig 34“ hatte am Wochenende parallel zur „Biermeile“ auf der Karl-Marx-Allee einen „Info- und Schutzpunkt“ angeboten. Im linken Internetportal Indymedia beschweren sich Nutzer über „Provokationen“ der Polizei bei einem dort stattfindenden Grillfest. (taz)