unterm strich:
Die staatliche Tretjakow-Galerie in Moskau soll wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die sogenannten „traditionellen Werte Russlands“ auf Linie gebracht werden. Das Kulturministerium des Landes, in dem es nominell keine Zensur gibt, habe die Galerie aufgefordert, ihre Ausstellung „in Übereinstimmung mit den geistlich-moralischen Werten“ zu bringen und Rechenschaft darüber abzulegen, berichtet die Moscow Times. Auslöser war die Beschwerde eines Besuchers über mehrere Werke, die seine religiösen Gefühle verletzt haben sollen oder eine „Beleidigung“ einheimischer Staatsführer darstellten. In der Beschwerde heißt es auch, in den Sälen seien Werke ausgestellt, „die Anzeichen einer destruktiven Ideologie aufweisen“.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen