5 dinge, die wir diese woche gelernt haben

1 SPD macht keinen Unter­schied

Leicht macht es uns die SPD ja nicht. Bei Phoenix traten am Montag die beiden noch verbliebenen Kandidatenpaare um den SPD-Vorsitz im TV-Duell an. Sehen wir von einzelnen inhaltlichen Unterschieden – die wir direkt wieder vergessen haben – ab, bleibt festzuhalten: Wenigstens bei ihrer Klamottenwahl hätten sie sich uneinig sein können. Beide Frauen trugen Rot, beide Männer Schwarz, die Frisuren waren auch kaum zu unterscheiden.

2 Greenpeace macht Quatsch

Ebenfalls rot war das große C, das am Donnerstag verschwand. Greenpeace-Aktivisten hatten es von der CDU-Parteizentrale entfernt und mit einem Banner das verbliebene DU um „sollst das Klima schützen“ ergänzt. Bei Twitter postete „IchBinDasC“ ein Video, in dem das C davongetragen wird. Mittlerweile hat auch das DU einen Twitteraccount und wünscht sich sein C zurück. Am Freitag tauchte das C dann plötzlich beim CDU-Parteitag auf und begehrte Einlass. To be continued.

3 Hallam macht Stress

Für Aufregung sorgte auch der Gründer von Extinction Re­bel­lion, Roger Hallam, als er in der Zeit den Holocaust als „nur einen weiteren Scheiß in der Menschheitsgeschichte“ verharmloste. Schleunigst distanzierten sich Aktivisten von ihm, der Ullstein Verlag zog wenige Tage vor Erscheinen Hallams Buch zurück. Am Donnerstag entschuldigte der sich für seine Worte und die „Verletzungen und Beleidigungen“. Er habe nur auf den derzeitigen Genozid durch den Klimawandel hinweisen wollen.

4 Tagesschau macht TikTok

Die „Tagesschau“ mischt jetzt auch bei TikTok mit, der Kurznachrichten-App, die weltweit über 500 Millionen Teenies nutzen. Im ersten Video sucht Sprecher Jan Hofer zu HipHop-Beat die passende Krawatte. Und die Bild sucht und findet den Fehler der News: Hinter der App steht ein chinesischer Multi­mil­liar­där, der der chinesischen Führung nicht abgeneigt ist.

5 Wirtschaft macht Demokratie

Was im Netz funktioniert, kann auch im echten Leben klappen, dachte sich das Unternehmen Einhorn. Nach der erfolgreichen Online­petition zur Senkung der Tamponsteuer planen die engagierten Jungunternehmer am 12. Juni 2020 im Berliner Olympiastadion eine „Weltbürger*innenver-sammlung“. Mindestens 60.000 Menschen sollen zusammenkommen, um live über mehrere Peti­tio­nen abzustimmen, die dann in den Bundestag eingebracht werden. Und was kostet die Weltrettung? 29,95 Euro Eintritt, für die Stadionmiete. Paul Wrusch