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friedrichstraße

boulevard der besten

KarolinaDeubele

Foto: #alexandermalecki

Sie steht nicht als einzige, aber absolut neue Kraft in unserem Haus für das, was man digitale Transformation nennen muss. Zur Erläuterung: Die Zeitung namens taz gibt es ja, aber es existieren längst, sehr lebendig, andere publizistische Kanäle, über die wir unseren anderen Journalismus in die Welt tragen können. Videos etwa, länger oder als Schnipsel, mit denen wir uns als alternatives Medienunternehmen im Internet tummeln, auch bei Instagram.

Karolina Deubele hat zwei halbe Stellen in der taz, jeweils in der Werbung und im Transformationsressort. Zu Karolina Deubeles Aufgaben zählt vieles, aber hauptsächlich alles, was nicht in papierner Form seitens der taz die Welt erreicht.

Was die 32-jährige Kollegin, aufgewachsen, so erzählt sie, „in Baumhäusern, die ich mir selbst im angrenzenden Wald neben meinem Elternhaus baute“, und geboren in der Bertolt-Brecht-Stadt Augsburg, auszeichnet, ist ein verblüffend vielfältiger Lebensweg. Andere ihrer Generation mögen einst zu ihrer beruflichen Zukunft gesagt haben: „Was mit Medien.“ Ihre Antwort könnte gewesen sein: „Ich will in die Welt – und das eilig.“ Karolina Deubele, Künstler:innenname auf Instagram: @karo­lina_el_lobo, mag sich nun im Dschungel neuer Medienwege bewegen – aber sie hat schon viel mehr gemacht und ausprobiert. Sie sagt selbst: „Was sich wirklich durch mein Leben durchzieht ist Schreiben, Singen und Filmen sowie Tanzen und Schauspielern.“ Um cool anzufügen: „Sonst sind da wirklich viele Brüche.“ Sie war Ziegenhirtin, wirkte beim Zentrum für Politische Schönheit mit, machte sich im afrikanischen Operndorf Christoph Schlingensief nützlich, hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in Guatemala absolviert und war bei der Occupy-Bewegung mit dabei.

Was ihr an der taz gefällt? „Man kann hier innerhalb von 24 Stunden neue Workflows eta­blie­ren, wenn man Verbündete findet und keine Angst hat. Und dass mir hier so viele Leute sagen, dass ich zu viel arbeite und öfter nein sagen soll. Und das es okay ist, aus dem Rahmen zu fallen.“ Ihr Statement zu dem, wie sie ihr Leben sieht, ist von schöner Unruhe: „Konnte nie was anfangen mit jeder Art von Schublade oder Gruppierung. Konnte nie was anfangen mit: Das geht nicht, das hat keinen Sinn, das haben wir schon immer so gemacht.“ Uns freut das sehr, jetzt und in Zukunft. (jaf)